Offizielle Webseite & Blog von Schriftstellerin Kathrin Reitz

Kategorie: Abenteuer Älter Werden

Best-Ager-Pilates

Noch genau 14 Tage – dann ist es soweit: Dienstag 25. August 2020

Es gibt was Neues in der meinpilates-Kursfamilie (www.meinpilates-aachen.de/):

„Pilates für Best-Ager“

(Immer Dienstags von 10-11.00 Uhr im Forsthaus)

Endlich! Nach mehr als einer gefühlten Ewigkeit geht es Ende August 2020 wieder ins wunderschöne Forsthaus in Aachen. Ich darf wieder Pilatesunterricht  im „meinpilates“ Studio von Carolin Meisel geben. Hach, was habe ich das vermisst! Ich freue mich auf die netten Leute, das schöne Studio und das gemeinsame Turnen in einer Gruppe.

Surreale Zeiten der sogenannten ersten „Corona-Welle“ liegen hinter uns, erledigt ist das Thema aber natürlich noch nicht, wir müssen alle achtsam bleiben. Trotzdem stelle ich beeindruckt fest, dass dieses Virus zu deutlich wahrnehmbaren Veränderungen geführt hat. Damit meine ich nicht jene unerträgliche Spur von Leid, die es wie eine Schneise überall dort hinterlässt, wo man es leugnet, nicht wahrhaben will oder nicht angemessen vorsichtig darauf reagiert hat. Nein, ich meine die positiven Dinge, die es auch bewirkt hat.

Was genau ich damit meine? Zum Beispiel Caros großartige Idee, einen Pilates-Livestream anzubieten, damit wir nicht alle vollkommen die Form verlieren und die Studios weiter laufen können. Pilates als Wohlfühlpause im Covid 19-Alltag zwischen Home-office, Home-schooling und Social-distancing. Wunderbar! Gemeinsam turnen, wenn auch jeder für sich vor dem eigenen Bildschirm schwitzt. Es war -und ist- ein schönes Gefühl, wenn mindestens hundert andere Menschen auch aktiv sind und „pilatieren“. (www.wohnzimmerpilates.de).  

Mal ehrlich, wäre das so vor dieser Krise denkbar gewesen? Ich glaube nicht …

Anfangs hatte ich noch genug Zeit, um selber regelmäßig „live“ mitzumachen, bis meine Arbeit wieder ordentlich zugelegt hat. Es wollten ja schließlich auch noch all diese tiefen psychischen Prozesse in die Heilung gebracht werden, die durch die „Lockdown-bedingte Ruhe“ fast zwangsläufig angestoßen worden sind. Eine sehr, sehr aufregende Zeit  – und ich konnte ja auch später den Pilates-Livestream „nachturnen“. Rundherum prima!

Natürlich habe ich den Livestream auch ständig weiter empfohlen. Sehr bald kamen genau die Rückmeldungen, die ich auch erwartet hatte: „Diese beiden hübschen jungen Frauen! Toll, wie die das machen. Also, Jeannine besteht ja nur aus Muskeln und turnt so geschmeidig, sieht dabei so hübsch aus und lächelt immer – alle Achtung. Was hat Caro für eine tolle Stimme, die entspannt ja schon beim Zuhören. Genial, dass die beiden das anbieten, es macht richtig, richtig Spaß und es ist so abwechslungsreich. Wie schön, da hilft ja auch die Schwester hinter der Kamera mit der Technik. …“ usw., usw.

Jedes Mal habe ich mich wie Bolle gefreut und mein Pilates-Team-Herzchen ist gehüpft – natürlich immer schön im Atemrhythmus, ist ja klar.

Nach einer Weile kamen dann aber ganz, ganz vorsichtig die anderen, die leisen und ein bisschen enttäuschten Feedbacks aus der Deckung, die ich so nicht erwartet hatte – und zwar vornehmlich von meinen älteren Freundinnen und Bekannten: „Nun ja, die zwei machen das toll. Aber für mich ist das zu viel. Selbst die leichten Übungen kann ich nicht, das ist frustrierend. Sieht ja schön aus, aber so jung und trainiert bin ich nicht, das ist so schade. Ich würde gerne mitmachen, aber meine Schultern / Hüften / Handgelenkte etc. schmerzen danach, vieles brauche ich gar nicht erst zu versuchen. Es ist so schade. Ich würde auch gerne regelmäßig Pilates machen, aber für meine Altersgruppe.“

Auch wenn sie das Livestream-Programm und das Angebot großartig gefunden haben – enttäuscht waren sie doch. Und zwar ausnahmslos ALLE über sich selbst, über die Einschränkungen ihrer Körper, die ja nun schon vielen Jahrzehnten brav aktiv sind, die aber eben längst begonnen haben, ihre kleinen Macken zu entwickeln und die nun das normale Training für jüngere Leutchen nicht mehr schaffen. Das hat mich berührt und sehr nachdenklich gemacht. Nicht jeder hat das große Glück, fit ins Alter zu gehen, auch wenn so mancher Lifestyle-Channel uns das weismachen möchte. Als gesunder und sportlicher (junger) Mensch kann man sich gar nicht vorstellen, dass selbst die einfachste Pilatesvariante zu anstrengend sein könnte.

Aber es ist häufig so, dass der ältere Körper anders trainiert werden möchte, weil manches ein wenig langsamer geht, anderes nicht mehr so geschmeidig „rund läuft“ oder weil wenig Kraft vorhanden ist. Ein bisschen Kondition und körperliche Fitness scheinen eben doch  liegen geblieben zu sein, auf der Lebensstrecke, die bisher zurückgelegt worden ist. Bis hierher, bis zum „besten Alter“.

Aber es gibt eine gute Nachricht: Der Körper ist grundsätzlich in jedem Alter bestens trainierbar – und deswegen habe ich mir gedacht, ich biete einen neuen Kurs an, in dem wir auf genau jene Bedürfnisse dieser „besten Jahre“ Rücksicht nehmen. Im Übrigen habe ich davon schon lange geträumt, genau diesen Kurs zu unterrichten:   

Pilates für Best-Ager.

Mit fast 58 Jahren passe ich außerdem perfekt rein, in die Zielgruppe der Best-Ager. Ich stelle ja auch an mir, an meinem Körper fest, dass sich im Laufe der Zeit so einiges verändert hat. Auch ich habe immer mal wieder die leichte Variante des Livestream-Programms von Caro und Jeannine wählen müssen und gut auf die Möglichkeiten meines Körpers geachtet, Pausen gemacht, wo es sich richtig angefühlt hat. Wenn ich mich heute ordentlich übernehme, bekomme ich spätestens am Tag drauf die Quittung … das ist schon ziemlich frustrierend, aber nicht zu ändern. Wenn ich aber mein Trainingspensum gut an meine Bedürfnisse anpasse, entsprechende Pausen zur Regeneration einbaue und konsequent „auf der Matte bleibe“ passiert etwas Großartiges: Mein in die Jahre gekommener Körper verändert sich, die Muskeln werden kraftvoller, die Beweglichkeit nimmt zu, die Übungen fallen leichter und funktionieren besser. Das ist schon richtig klasse zu spüren, macht Spaß und zudem noch gute Laune. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man einige dieser körperlichen Fähigkeiten wieder einsammeln, die auf der Lebensstrecke liegen geblieben sind … das ist einfach schön zu spüren und zu erfahren.

Aktiv zu sein, zu werden und zu bleiben ist ohnehin das Beste, was man für Gesundheit und Wohlbefinden tun kann – in jedem Alter. Und ich finde, so eine schöne kleine muckelige „Best-Ager-Sparte“ hat noch gefehlt, in der „meinpilates-Kursfamilie“.

Wer sich also angesprochen fühlt oder jemanden kennt, die oder der auch Lust auf Pilates „im besten Alter“ hat oder einfach nur moderat trainieren möchte, ist herzlich willkommen. Ich freue mich auf euch!

P.s.: Für eine authentischere Wirkung gibt es mich jetzt auch ganz passend mit grauen Haaren! Mein innerer Wandel in der zurückliegenden Zeit war ein ruhiger, tiefer Prozess und ich habe beschlossen, das auch im Außen zu zeigen. Und bekanntlich dokumentieren wir Frauen solche Veränderungen ja nur allzu gerne durch neue Frisuren an. Voila. Hier bin ich (wieder): im besten Alter. „Best-Ager“.

Pilates ü50 – oder: Fit für die kommenden Lebenskapitel


Pilates ist für mich eine wirkliche Lebensleidenschaft geworden, auch wenn ich es nicht „dogmatisch“ sehen und betreiben möchte. Die Ideen von Joseph Pilates, dem Begründers dieser ganzheitlichen Gymnastikmethode, sind auch heute noch „in“ und irgendwie nie aus der Mode gekommen. Er hielt körperliche Bewegung, frische Luft, gute Ernährung und Körperhygiene für wichtig, daran hat sich auch Jahrzehnte später nichts geändert.

Seit ich ernsthaft und regelmäßig Pilates mache – also erst seit 2016-, habe ICH mich allerdings verändert. Ich bin eindeutig fitter geworden, beweglicher und habe ein viel besseres Muskelgleichgewicht aufbauen können – was ich in dieser Form nicht erwartet hätte.

Ich war zwar mit „ü-50“ die älteste Teilnehmerin in der Ausbildung zum Pilates-Trainer für die Matte, aber ich glaube, dass ich mich gerade deswegen ganz still so sehr darüber freuen konnte, dass mein Körper noch immer trainierbar ist, Fortschritte zeigt und mir bei konsequentem Turnen Übungen ermöglicht, zu denen ich früher schlicht nicht in der Lage gewesen bin. Ein herrliches Gefühl!

Manchmal berührt es mich unendlich, wenn ich in den Kursen sehen, dass auch die Teilnehmer auf einmal Übungen können, die lange nicht möglich waren – und das geht wirklich in jedem Alter bei regelmäßigem Training. Und es macht auch noch Spaß!

Aus meiner Sicht macht Pilates „ganzheitlich“ fit, fit für das Heute und fit für das Morgen, für unsere kommenden Lebenskapitel, die wir auf dem Lebensweg noch schreiben wollen.

Pilates ermöglicht uns dabei auch, zur inneren Ruhe zu finden, führt Geist und Körper in eine Balance und gibt der Seele die Möglichkeit, in Harmonie zu kommen. Diese Art der Bewegung berührt und „bewegt“ – und das nicht nur in körperlicher Hinsicht.

The rhythm of the body,

the melody of the mind

and the harmony of the soul

create the symphony of life.

(B.K.S. Iyengar)

 

Wie man eine gute Löffel-Liste anlegt

 

Eine Löffel-Liste listet die Dinge auf, die man – nun ja-, die man noch tun möchte, bevor man den Löffel abgibt.

Sie sollte nicht zu lang und nicht zu unrealistisch sein und sich an den derzeitigen Gegebenheiten orientieren, immer aber die eigenen Sehnsüchte im Blick haben. Gibt es etwas, das ich als jüngerer Mensch immer schon tun wollte und das aus den unterschiedlichsten Gründen bisher nicht geklappt hat?

1.Schritt: Schreiben Sie es auf!

Eine Weltreise machen?

Klavier spielen lernen?

Ein Café eröffnen?

Etwas bestimmtes lernen, Malen, Klavier oder Saxophon spielen, Tango oder Ballett tanzen?

Mit Tieren zusammen sein, vielleicht sogar eigene um sich haben?

Etwas ganz außergewöhnliches erleben, etwa ein spirituelles Seminar zur Reise in frühere Leben buchen?

Längere Zeit in einer anderen Stadt, alleine oder auf einem Bauernhof leben?

…. diese Liste sollte Ihre Liste sein und sie sollte daher auch die ganz persönlichen Wünsche aufzeigen

2.Schritt: Ordnung rein bringen! 

Ordnen Sie die Punkte den folgenden Möglichkeiten nach; entweder unter dem Aspekt „Was lässt sich am einfachsten umsetzen“ oder unter dem Aspekt „Wofür schlägt mein Herz am meisten?“

3.Schritt: Umsetzen! 

Jetzt brauchen Sie nur noch einen Plan, der realistisch aufzeigt, was man braucht, um zum ersten Ziel zu kommen. Brechen Sie dazu das große Ziel in kleine Unterzielstücke und gehen Sie es an. Gerne auch mit „Schwestern und Brüdern im Geiste“, holen Sie sich also Hilfe. Aber bitte fragen Sie an dieser Stelle weder Zauderer noch Pessimisten. Gefragt sind Realisten und Träumer.

Und dann kann es losgehen, hin zu den noch ausstehenden Zielen Ihrer Lebensreise.

Denn man bereut am Ende wohl nichts, was man versucht hat – selbst wenn man unterwegs gescheitert ist. Man bereut nur, was man gar nicht erst versucht hat.

Wär doch schade!

 

Geburtstag mit ungeladenen Virengästen

Ich habe festgestellt, dass man älter werden kann, ohne es zu bemerken. Nun werden Sie fragen „Wie soll das denn gehen?“

Antwort: Ganz einfach, man braucht es nur so zu machen, wie es mir in diesem Jahr an meinem Geburtstag gelungen ist. Einen Tag vorher bin in einen unsichtbaren, gemeinen und hinterhältig lauernden Virenschwarm gelaufen und zack, da lag ich.

Grippe.

Geburtstag mit Viren. Nicht eingeladen, aber alle sind gekommen.

Also, nicht, dass wir uns missverstehen. Das war kein jämmerlicher kleiner grippaler Infekt, nein, das war eine richtig ausgewachsene, gemeine Grippe der Sorte mutierter Virus der neuen Saison ohne Schnupfen und Husten. Sicher eine entfernte Verwandte der Stämme der Schweine- und Vogelgrippe.

Das Gute an so einer echten Grippe ist übrigens, dass man derart platt ist, dass einem zum Lamentieren, Jammern, sich selber Bedauern und Verzagen die Energie fehlt. Alles was geht ist Liegen. Tagelang.

In der Hoffnung neue und schnell wirkende Linderungstipps zu erhalten, habe ich -als ich wieder ein bisschen aus meinen Augen schauen konnte- das Internet durchforstet. Es gab leider bei Dr. Google und Co. nichts, was ich nicht schon gekannt hätte, aber anlässlich meines Geburtstages bin ich auf eine unglaubliche dänische Übersetzung für die Bezeichnung gestoßen, die man wohl, nun ja – ich sage es ungerne –  für eine weibliche Person mit 56 Jahren zutreffenderweise wählen könnte: Ältere Dame.

„Ältere Dame“, auf dänisch:  Gammel Dame.

Ist eben doch nicht alles nur Hygge, was von unseren Freunden aus dem hohen Norden kommt, aber genauso habe ich mich gefühlt, in meiner Grippephase mit all den ungebetenen Virengästen. Gammel Dame.

Der Körper gammelt vor sich hin, die Muskeln werden schlapp, alles tut einfach nur weh, das Gehirn schaltet auf Watte-Wahrnehmungs-Modus und hinter diesen nebulösen Wolken verschwinden die üblichen, für gewöhnlich so unglaublich wichtigen Dinge wie To-Do-Listen, Emails und sonstige Nachrichten, Termine, Wochentage, ja und eben auch Geburtstage.

Ich habe quasi nicht einmal bemerkt, dass ich überhaupt älter geworden bin, auch wenn mein liebevoller Ehemann mit Blumen und Geschenken tapfer versucht hat, dagegen zu halten.

Und irgendwie finde ich sowieso, dass Geburtstage überschätzt werden.

Viel wichtiger ist es doch eigentlich, darüber nach zu denken,  wie man sich allgemein in der aktuellen Phase seines Lebens fühlt. Bin ich zufrieden? Oder möchte ich etwas ändern? Nachdem ich die körperlichen Einschränkungen einigermaßen überwunden hatte, die Mehrzahl jener ungebetenen Virengäste also wieder abgereist war, gab es ja nun Zeit zum Denken in Hülle und Fülle.

Also habe ich rumgelegen und nachgedacht.

Über das zurück liegende Jahr, über wunderbare Freunde, die ich tragischerweise verloren habe, über bestehende und über neue, zart wachsende Freundschaften und schließlich auch über mein Alter. Das passiert ja ganz automatisch, wenn man nach Tagen der Abwesenheit sein Handy wieder einschaltet. Die ganzen Glückwünsche erinnern beinahe zwangsläufig an den -in meinem Fall verpassten-  „Ehrentag“. Eigentlich ist das auch richtig schön. Ich freue mich an den Menschen und Tieren in meiner Umgebung und ich mag es, im Augenblick zu leben. Und manchmal mag ich es auch, älter zu werden, zurück schauen zu können auf das gelebte Leben und sich zu fragen, was wohl noch kommen mag.

Generell ist das Thema Älterwerden aber eine zwiespältige Angelegenheit, nicht gerade einfach, manchmal berührend, manchmal komisch und oft eine echte Tortur.  Es ist ein bisschen wie eine Abenteuerreise mit sehr, sehr unterschiedlichen Etappen. Mal geht es super, alles läuft wie am Schnürchen, die Etappe führt über seichte Hügelchen in idyllischer Wiesenlandschaft oder am Strand entlang, man genießt, alles ist wunderbar. Ohne Anstrengung. Dann plötzlich ändert sich etwas, ein wenig nur, vielleicht der Luftdruck, eine Steigung, nicht viel. Dennoch bricht eine neue Etappe an, ungeahnte Herausforderungen ziehen auf, der eigene Körper braucht mehr Aufmerksamkeit, fordert Behandlung, Pausen, oder will nur ganz bestimmte Bewegung. Kaum ist das erledigt, zieht wie aus dem Nichts Sturm auf. Wetterumschwung, schon wieder. Und schon benimmt sich das Gehirn wie eine verwöhnte Prinzessin, vergisst das ein oder andere oder verdreht ein wenig die erlebten Inhalte, damit alles in die eigene Wahrnehmung passt … und weiter geht die Reise. Vielleicht kommt nun eine sonnige Etappe durch liebliche Landschaft, vielleicht steht auch eine Exkursion in die Antarktis auf dem unsichtbaren Reiseplan des Schicksals. Wer weiß.

Da bleibt uns nur, anzunehmen was ist. Im Hier und Jetzt.

Das aller-aller-aller wichtigste ist Akzeptanz und Zufriedenheit, finde ich. Und das gilt für jedes Alter und auch für jeden körperlichen oder seelischen Zustand.

Beeindruckenderweise habe ich ausgerechnet von schwer kranken Menschen, die ich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit begleiten durfte, gelernt, dass weder Jugend, Gesundheit, Erfolg oder Reichtum automatisch dazu führen, dass Menschen voll und ganz zufrieden sind.

Es ist wohl eher der dankbare und auch achtsame Blick auf das, was jetzt gerade ist, was wir erleben und genießen können, was uns zufrieden sein lässt; die kleinen Dinge des Alltags, Ein Lächeln etwa, eine liebevolle Berührung, ein nettes Wort mit besonderer Bedeutung, schöne Begegnungen oder auch sinnliche Momente, ein atemberaubender Blick in die Natur, Meeresrauschen mit dem Gesang der Möwen, ein Regenbogen, leise tröpfelnder Regen im Sommerwald oder der Duft von frisch gebackenem Brot und süßem Kuchen.

Was zählt, ist das Er-leben eben jener kleinen Schönheiten im Alltag. Jeden Tag. Das ist die Feier des Lebens, um die es geht, weniger dabei wohl um die Zahl der Jahre, die wir schon hier sind auf der Erde.

Es gibt diesen wunderbaren Spruch : „Man sollte versuchen, den Jahren mehr Leben zu geben, nicht dem Leben mehr Jahre.“

Passt doch geradezu perfekt, oder?

Also dann: Feiern wir doch das Leben jeden Tag, dann haben wir auch jeden Tag einen Grund, um uns zu gratulieren – nicht nur an Geburtstagen.

Herzlichen Glückwunsch – für das Erleben jeden Tages, für die kleinen wertvollen Momente und die Partys … auch wenn man sich die Gäste nicht immer aussuchen kann.

 

Happiness

„Happiness often sneaks in

through a door

you did not know

was open ….“

unknown

Traumflüstern

UNMÖGLICH, sagte die Tatsache

VERSUCH ES, flüsterte der Traum

Ü 50 ist elektronisch gefühlt Steinzeit

Tja, mich beschäftigt gerade eine für junge Menschen wie die hübsche Franzi ganz normale Angelegenheit. Das Anlegen eines Blogartikels. Wer jetzt denkt, es handele sich hier um eine Neuigkeit im Küchenartikelsortiment von Ikea, ist ganz eindeutig aus meiner Generation. Der Generation Steinzeit, zumindest wenn es sich um diese Art der elektronischen Anliegen handelt. Einerseits bin ich froh, dass die Dinge in diesem elektronischen Bereich vergleichsweise anonym laufen, andererseits genau deswegen aufgeschmissen. Wie hätte ich bitte schön einer normal denkenden jungen Person aus der heutigen Zeit erklären sollen, dass ich gefühlte zwanzig Mal ein neues Passwort angefordert habe??? Eben. Das geht nicht. Ich hätte noch stammeln können, mein Papagei, die Katze oder der Hund hätten im wilden Spiel immer wieder vorschnell auf die Tasten gedrückt …. aus Versehen natürlich …. aber WER würde sowas glauben??? Eben!!! Niemand. Also will ich mit der Schuldzuweisungsarie erst gar nicht anfangen, stattdessen lieber die Fehler bei mir suchen und in ein paar Stunden im süffigen Rotwein ertränken, den ich neulich erst erstanden habe. Da brauche ich zumindest nur einen Anlauf, dann sieht alles schon ganz anders aus ….

 

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