Probierrezepte aus „Rezepte für die Seele

  • Vorspeise: Angsthasen-Wrap mit Hoffnung
  • Hauptgericht: Wienerschnitzel für beschwingte Zeiten
  • Süßes und Nachtische: Tassenkuchen „Cupcakes“ gegen Prüfungsängste

Vorspeise: Angsthasen-Wrap mit Hoffnung

Hierfür benötigt man zunächst einmal pro Person zwei runde dünne tiefgekühlte Teigplatten aus Ich-glaube-an-Wunder-Mehl, Typ 1000 und eine Nacht. Diese lasse man auftauen und breite sie auf leicht bemehlter Fläche aus.

Für die Füllung schneide man nun ein Filet des inneren Angsthasen in sehr dünne Streifen, ebenso eine Zuversichtswurzel und ein paar Blätter des krausen Alles-wird-wieder-gut Salates.

Für die Soße nehme man nun je nach Betrübtheit entweder scharfen oder süßen Hoffnungssenf und verrühre ihn mit ein bis zwei Teelöffeln Mutmach-Mayonnaise, etwas Beruhigungssalz, einer Prise Lebenssüße, Wattewolkenglück und falls vorhanden ein bis zwei Strahlen reinen glücklichen Sommersonnenscheins aus dem Glas. Man verrühre alles gründlich, füge eventuell noch ein wenig Freundschaftswürze für alle Fälle hinzu und bestreiche nun die Teigplatten damit. Wichtig ist, dass die Hoffnung gut verstrichen ist, ehe man die Angsthasen- und Gemüsestreifen mittig darauf gibt. Nun beginne man vorsichtig von einer Seite aus, den Wrap aufzurollen, wickle einen Streifen ägyptisches glückseliges Ewigkeitspergamentpapier darum herum und lasse ihn eine Weile ruhen. So kann die Soße durch alle Zutaten ziehen und ihr himmlisches Aroma feinster vollkommener Hoffnung verströmen.

Bevor man die Angsthasen-Wraps mit Hoffnung nun serviert, kann man sie je nach Geschmack mit leicht in Mondstaub angerösteten Sesam-öffne-dich-Körnchen bestreuen.

Ein kleiner Schritt für die Vorspeise, aber ein großer für den Gaumen.

Et voilà, fertig!

Hauptgericht: Wienerschnitzel für beschwingte Zeiten

Für zwei Personen benötigt man bei diesem Gericht zwei große Scheiben jungen Schönezeitenschnitzel, die man mit einem summenden Erinnerungsklopfer im Walzertakt weichklopfe. Diese so vorbereiteten Schnitzel salze man nun mit einem Hauch Melodiengewürz, verquirle zwei Lachtauben-Eier und wälze sie darin, möglichst wieder im Dreivierteltakt. Man streue grobes Notenpaniermehl auf einen Ton-Teller und paniere die Schnitzel darin dick von beiden Seiten. Etwas Dur-und Mollmargarine in der Pfanne erhitzen und die Schnitzel gut darin braten.

Et voilà, fertig!

Dazu reiche man wahlweise weißes und grünes Taktstockgemüse, Viertelnotenschoten oder auch gedämpfte Donauwalzerklößchen auf weißen Polkatellern, die man vorher eine Viertelstunde in der Moldaumusenmelodie erwärmt hat. Als Getränk empfiehlt sich unbedingt ein 1999iger österreichischer grüner Virtuosenveltliner.

Nachtische und Süßes: Tassenkuchen „Cupcakes“ gegen Prüfungsängste

Das Rezept ergibt sechs kleine Tassenküchlein, „Cupcakes“.

Für den Teig rühre man vier Tassen Examensmehl der Note „Bestanden summa cum laude“ mit zehn flinken Wachsam-Denkschnell-Eiern, einem Stück Entspanntes-Behalten-Butter in Flocken schaumig. Nun gebe man einen Krug süßer Sorgen-Aufsaugmilch (wenn möglich aus Lappalien), zwei Teelöffel Denkspaß-Süße und etwas Kombinierfixpulver sowie eine große Prise Erinner-Perfekt-Aroma hinzu.

Nach Belieben kann man noch ein wenig Sorgen-Weg-Raspelschokolade oder in Erfolg kandierte und kleingeschnittene Siegesfrüchtchen unterheben, dann verteile man die Masse auf sechs Tassen. Diese backe man bis der Teig luftig aufgegangen ist und alle Ängste entwichen sind. Sicherheitshalber mache man eine Garprobe mit einem Ängste-Magnet-Holzstäbchen; bleiben keine Ängste mehr kleben, sind die Küchlein fertig.

Man lasse sie ein wenig auskühlen, bestreue sie noch mit hellem Doktorhutzucker und garniere sie mit je einer Herzlichen Glückwunsch-zur-bestandenen-Prüfung-Kirsche.

Et voilà, fertig!

Dies war eine Leseprobe aus: Rezepte für die Seele