Kathrin Reitz schreibt

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Kategorie: Kolumnen von der Face Book Seite Seite 1 von 3

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag, 1.Dezember 2019

Gestern Abend, am Freitag, hatte ich noch vor dem ersten Advent meinen Weihnachtsmoment.
Bestens gelaunt war ich von meiner Pilatesstunde im wunderschönen Forsthaus an der Monschauer Straße in Aachen nach Hause gefahren, hatte schon viel erledigt an diesem Tag, schöne und spaßige Begegnungen gehabt, viel erledigt und durch die „Turn-Stunde“ fühlte ich mich auch noch körperlich total wohl. Einfach schön. Nun nur noch die leeren Flaschen wegbringen, dann war wirklich alles erledigt.
Als ich also beschwingt am Altglascontainer angekommen war, in der Dunkelheit versuchte, grüne von braunen Flaschen zu unterscheiden (was mal gar nicht so einfach ist!!) und dann doch alles ordnungsgemäß entsorgt hatte, hörte ich von irgendwo her ein „Hallo“.
Hm. Ich hatte niemanden gesehen, sah mich um. Nichts.
Dann wieder „Hallo?“
O.k., da rief ganz eindeutig jemand. Die Stimme kannte ich nicht, männlich, klang brüchig. Also mal rum um die Container geschaut. Und da stand ein älterer Mann, eigentlich schwankte er mehr als er stand und wirkte total verloren. Irgendetwas an ihm bewegte mich sofort, obwohl er sichtlich ungepflegt und ordentlich betrunken war. Also bin ich zu ihm gegangen und habe ihn vorsichtig gefragt, ob ich ihm helfen könnte. Er schwankte so sehr hin und her, dass ich ihn in letzter Sekunde noch am Arm halten konnte, sonst wäre er wohl hingefallen. „Ach Entschuldigung,“ meinte er in typischen Öcher Sprachsingsang, „ich bin im Bus eingeschlafen. Wo bin ich denn? Ich muss doch zum Bushof. Wie spät ist es denn überhaupt?“
Damit war nun ganz klar, er war verwirrt und auch noch auf der falschen Seite, musste rüber zur anderen Bushaltestelle. Also hab ich ihn untergehakt und gemeint, ich würde ihn da jetzt rüberbringen und dann könnten wir schauen, wann der nächste Bus käme. Alleine wäre er dort wohl nie angekommen. Als er meinte „Wissen Sie, ich habe mit einem Freund ein bisschen viel getrunken. Ich bin ja alleinstehend, da macht man sowas schon mal,“ hatte ich Tränen in den Augen. Dann aber hat er ganz verschmitzt geguckt, während ich sein Wägelchen und ihn zum Zebrasteifen bugsierte.
„Sind Sie verheiratet?“ Da habe ich lachen müssen, ja bin ich. „Schade,“ meinte er ganz trocken. Als ich ihn dann endlich auf den schmalen Sitz an der Haltestelle abgesetzt hatte, guckte er nochmal und wieder traf er mich direkt ins Herz, seine Augen waren irgendwie gütig. „Sie sind ja verheiratet, aber ich würd Sie jetzt gern mal drücken, Sie sind heute mein Engel“. Klar, dass ich ihn ordentlich gedrückt und ihm eine gute Heimfahrt gewünscht habe. Und aus voller Überzeugung habe ich ihm zum Abschied gesagt „Wissen Sie, ich glaube, man trifft immer die Menschen, die man auch verdient hat und die einem gut tun.“
Wie gut, dass es dunkel war und er nicht sehen konnte, dass ich selber Tränen in den Augen hatte. Als Engel habe ich mich nun wirklich nicht gefühlt. Sollte das nicht selbstverständlich sein? Ein kleines bisschen Hilfe? Das war doch auch für mich eine schöne Begegnung …

Nochmal winken, dann bin ich zum Auto zurück. Andere Straßenseite, anderes Leben. Kurze Berührung von zwei Seelen, aber ein schöner, lang anhaltender Weihnachtsmoment.

In diesem Sinne wünsche ich eine Woche voller Engel-Vor-Weihnachtsmomente!

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag,24. November 2019

Der Weihnachtsmarkt ist geöffnet, mein Zuckerkonsum nimmt dank der ersten himmlischen Plätzchen allmählich wieder ordentlich zu … Zeit für eine meiner alten Geschichten, die ich vor einigen Jahren schon geschrieben habe.

Die Mandelmännchen
Ein Weihnachtsmärchen

Es war einmal ein altes Ehepaar, das vor langer, langer Zeit, als die Erde noch dünn besiedelt war, auf einer großen sonnenverwöhnte Insel lebte. Die beiden alten Leute betrieben eine kleine Bäckerei und bewirtschafteten noch immer ihren riesigen Garten. Sie waren bescheidene und fleißige Leute und ihre Gemüsepflanzen, die Obstbäume, die Mandel- und die Olivenbäume bedankten sich für die Mühen, die sie ihnen jedes Jahr angedeihen ließen, mit einer üppigen Ernte.
In diesem besonderen Jahr nun hatten die Mandelbäume eine geradezu prächtige Ernte erbracht, schon die weißrosafarbenen Blüten hatten den Garten im Frühjahr in ein wahrhaft sinnlich duftendes Blütenmeer verwandelt und die Früchte hatten sich prall und dick wie nie zuvor entwickelt.
Nachdem das Erntedankfest gefeiert und all die Früchte eingebracht waren, zog allmählich die kühlere Jahreszeit ein und ließ das flirrende Leben des Sommers leiser werden. Die Menschen zogen sich in ihre Häuser zurück und bereiteten sich auf den Winter vor, der auch auf der ansonsten warmen und sonnenverwöhnten Insel kalt, ungemütlich und stürmisch sein konnte.
Die beiden Eheleute hatten nun gut zu tun, um all die Früchte zu verarbeiten und einzukellern, die Mandeln aus ihren Schalen zu lösen, die Kerne zu knacken und den köstlichen Inhalt heraus zu holen, ihn zu schneiden, zu malen oder auch zu rösten und zu Gebäck weiter zu verarbeiten. Deren Spezialität schlechthin aber, die sie aus den Mandeln zuzubereiten verstanden und für die sie auf der ganzen Insel berühmt waren, war ein Marzipan, so weich und so voller Mandelaroma, dass es im Munde beinahe von selbst auf der Zunge zerlief und den Gaumen regelrecht zu verzaubern verstand.
Jene Köstlichkeit bereiteten sie stets nur für das Weihnachtsfest zu und die Menschen aus allen Teilen der Insel kamen eigens angereist, um dieses Marzipan zu erstehen.
An dem Tag, als die Frau die Mandeln gemahlen und den Zucker feinstaubig zerschlagen und all die anderen Zutaten bereitgestellt hatte, um den feinen Marzipanteig zu bereiten zu können, war ihr schwer ums Herz. Als ihr Ehemann in die kleine Backstube kam, sah er sofort, dass es ihr nicht gut ging.
„Ach liebe Frau,“ seufzte er, „ich weiß, was du denkst. Mir geht es genauso.“ Er lächelte sie liebevoll an und beide gaben die Zutaten in die große steinerne Wanne, in der sie gemeinsam begannen, das Marzipan zu kneten.
Die Frau aber begann zu weinen und sagte leise, „ach lieber Mann, warum nur war es uns nicht vergönnt, Kinder haben. Wie in jedem Jahr stelle ich mir vor, dass ihre leuchtenden Augen um die Weihnachtszeit an Glanz noch zunehmen, sie das Haus mit ihrer Fröhlichkeit erfüllen und wie sie es kaum abwarten können, das Fest zu feiern, das Marzipan zu naschen und die Geschenke auszupacken.“
Ihr Mann gab ihr einen Kuss und begann ebenfalls, zu weinen. „Ich weiß es auch nicht, meine Liebe, wir werden es niemals wissen, aber sei gewiss, sie fehlen mir ebenso wie dir, unsere Kinder, die wir nie hatten und nie haben werden.“
Und beide weinten stille Tränen über dem Marzipan, das nun zu kleinen Figuren geformt wurde und an der Luft bis zum nächsten Morgen trocknen musste.
Spät abends schlossen die traurigen Eheleute die Backstube zu und gingen eng umschlungen in ihr Haus, wo sie im Kamin ein Feuer schürten und sich still mit einem Glas Wein davor setzten und in die Flammen sahen, die dort fröhlich vor sich hin tanzten und sie wärmten.

Am nächsten Morgen, als die zwei noch immer müde und traurig in die Backstube zurück kehrten, fanden sie die Bretter, auf denen sie die liebevoll geformten Figuren zum Trocknen zurück gelassen hatten, zum großen Teil leer.

Alle Mandelmännchen waren fort.

Der Bäcker rieb sich die Augen und starrte auf die leeren Stellen. Die Früchte, Tierfiguren und die Herzen und Rauten, die jedes Jahr traditionell geformt wurden, waren komplett an Ort und Stelle.

Aber keines der Mandelmännchen war zu sehen.

Dabei waren sie in diesem Jahr so besonders gut gelungen. Er verstand die Welt nicht mehr und gerade, als er nach seiner Frau rufen wollte, um ihr mitzuteilen, dass es einen Einbruch gegeben haben musste, erschien diese mit Tränen in den Augen und bat „komm schnell in die Küche.“
Er folgte ihr und als er an der Schwelle zur Küche anlangte, machte seine Frau ihm ein Zeichen, still und vorsichtig zu sein.
„Sieh nur,“ flüsterte sie und lächelte ihn an.
Und ihr Mann sah in die Küche und meinte zu träumen.
Dort saßen die Mandelmännchen.
Aber nicht so, wie er sie gestern verlassen hatte.

Sie saßen dort mitten auf dem Tisch und naschten Puderzucker, einige hüpften auf und ab und lachten, andere schlugen Purzelbäume und bewarfen sich mit Mehlresten.

Sie lebten.
Die Mandelmännchen lebten.

„Das gibt es doch gar nicht,“ entfuhr es ihm und alle Mandelmännchenköpfe flogen herum. „Ach ihr seid, es. Schön, euch zu sehen, uns geht es guu-hut.“ Rief das dickste von allen erfreut. Die Eheleute sahen sich an und traten langsam in die Küche. Sie ließen sich nebeneinander auf einer kleinen Bank nieder, die zum Ausruhen nach der schweren Backarbeit gleich neben dem Herd stand.
„Ihr lieben Mandelmännchen, wie kann das sein, dass ihr lebendig seid?“ fragte die Bäckerin, die Tränen in den Augen hatte.
„Oh, das ist einfach,“ erwiderte das Dickste. „Ihr habt gestern eure Herzen in uns hinein gegeben, als ihr den Teig geknetet habt. Wir haben all die Wärme bekommen, die ihr nur allzu gern euren Kindern gegeben hättet. Und mit diesen tiefen Gefühlen habt ihr Liebe erschaffen, neues Leben. Und jetzt sind wir da und werden eure Liebe weitergeben.“
„Genau-au,“ rief ein anderes Mandelmännchen vom Küchentisch, das Puderzucker schleckte, „wir geben eure Liebe weiter.“
„Und wie soll das gehen?“ fragte die Bäckerin noch immer ganz perplex.
„Soooo einfach,“ ein weiteres Mandelmännchen winkte lachend von der Mitte des Tisches, ehe es einen übermütigen Purzelbaum schlug und mitten im Mehlrest landete, „ihr müsst jeder Familie, die zu Weihnachten kommt, um euer berühmtes Marzipan zu kaufen, eines von uns schenken. Jedes Mandelmännchen muss ein Geschenk sein, weil man die Liebe nur verschenken kann, sie lässt sich niemals verkaufen. Sie werden wir uns zunächst über die ganze Insel verteilen und später sogar noch viel viel weiter und wir werden dafür sorgen, dass die Kinder der ganzen Welt spüren, wie sehr sie geliebt werden. Denn wir verströmen eure Liebe auf all euer Gebäck und übertragen sie später auch auf alle andere Süßigkeiten. So versüßen wir den Menschen das Leben und geben eure Herzenswärme weiter. Jedes süße Geschenk, dass so überreicht wird, trägt irgendwann einen Teil eurer Liebe für die Kinder dieser Welt in sich. Und so werdet ihr mehr Kinder haben, als ihr je vermuten konntet.“
Die Eheleute sahen sich lachend an, schüttelten die Köpfe und taten, wie ihnen geheißen.

Zur Weihnachtszeit steckten sie jeder Familie ein Mandelmännchen in die Tüte mit dem duftenden Gebäck, den Keksen, Kuchen und Törtchen. Ihre lächelnden Augen trafen sich immer und immer wieder und als sie kurz vor dem Fest in ihrem komplett ausverkauften Laden standen und ihn glücklich zusperrten, um die Festtage in Ruhe feiern zu können, sagte der Mann zu seiner Frau „wer hätte das gedacht. Nun feiern wir doch noch mit unseren Kindern zusammen. Mit all den Kindern dieser Welt.“
Und seine Frau lachte und gab ihm einen Kuss und hob vorsichtig die zwei Mandelmännchen vom Tresen, die unbedingt bei ihnen hatten bleiben wollen.
„Vergiss nicht, die Schokolade mit nach Hause zu nehmen,“ sagte sie liebevoll, „ich habe ihnen versprochen, dass sie zu Weihnachten in Schokolade baden dürfen.“
„Oh ja, oh ja, ein Schokoladenbad, suuuper“ schrieen die beiden Mandelmännchen aufgeregt und hüpften auf und ab.
„Bloß gut, dass die Kerlchen so klein sind, da reicht eine Tasse voll,“ lächelte der gütige Mann und packte alles in einen Korb. Während sie sich nun auf ein ganz persönliches Weihnachtsfest vorbereiteten, das das Schönste von allen wurde, das sie je gefeiert hatten, verteilten sich die Mandelmännchen und sorgten dafür, dass es überall Liebe und Wärme gab, die man in den Geschenken und in den Süßigkeiten spüren konnte, die die Menschen einander überreichten.
Besonders aber waren es die Kinder, die von dieser Zeit an auf der ganzen Welt so gerne naschten und Süßigkeiten aßen. Allerdings wusste keines von ihnen, dass das an den Mandelmännchen lag, in deren Teig vor langer, langer Zeit so viel Wärme und noch mehr Liebe eingebacken worden war.

Frohe Vor- Weihnachtszeit!

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag,17. November 2019

Hach, was war ich gestern wieder sportlich! Dabei ist mir die Bewegung so leicht gefallen, dass ich sie gar nicht als „Training“ gesehen habe. Drei Stunden vergingen wie im Fluge, mühelos und selbstverständlich ohne große Anstrengung, es war unglaublich.
Leicht ging es, wirklich total easy, einfach so, ganz selbstverständlich und mein Wohlgefühl ist mit der Zeit sogar noch immer besser geworden. Anschließend habe ich mich herrlich leicht gefühlt und geschlafen wie ein Baby.
Psst – und wisst ihr was???
Abgenommen habe ich auch noch, über Nacht!
Einfach so.

Neugierig geworden?
Möchtet ihr wissen, welche neue Trendsportart ich da entdeckt habe?

Genaugenommen ist das gar nicht neu für mich, ich praktiziere dieses Training seit Jahren mit Genuss, hatte mehrfach schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich es mal übertrieben habe und habe mir immer mal wieder leise die Frage gestellt, ob ich vielleicht eine Art Sucht entwickelt haben könnte, mit den Jahren, abhängig geworden bin.
Ich konnte aber immer längere Trainingspausen einlegen, was mich sehr beruhigt hat. Aber ich bin auch immer wieder zurückgekehrt, zurück zu einem Training, von dem ich bis gestern gar nicht wusste, dass es eines ist.
Ihr möchtet endlich Aufklärung?
Bitte schön:

Abnehmen mit Rotwein: Ein Glas ist so effektiv wie eine Stunde Sport (laut Studie)

Artikel von ANNA-LENA KOOPMANN
Alkohol hat viele Kalorien und hemmt die Fettverbrennung, soviel ist bekannt. Doch ein Gläschen Rotwein in Ehren muss zukünftig niemand mehr verwehren… Denn neben seinen vielen positiven Eigenschaften, wie zum Beispiel den Blutzuckerspiegel zu senken, haben Forscher nun noch einen weiteren genialen Effekt festgestellt: Ein Glas Rotwein kann eine Stunde im Fitnessstudio ersetzen!
Es klingt zu verlockend, doch Rotwein kann aus wissenschaftlicher Sicht tatsächlich ein Ersatz für körperliche Betätigung sein. Kanadische Forscher der University of Alberta haben in dem roten, gegärten Traubensaft sogenannte Resveratrol-Verbindungen nachgewiesen. Diese Substanz aktiviert nicht nur einen Schutzmechanismus in den Zellen, sie stärkt und verbessert zudem auch die körperliche Verfassung, die Funktionen des Herzens und die Muskelstärke – auf genau die gleiche Art und Weise, wie Sport es tut. Ein Glas Rotwein entspricht hier laut Wissenschaftlern einer Stunde Fitness. Dieses Wissen begeistert natürlich jeden Weinliebhaber, sei aber besonders für die Menschen wichtig, die sich aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen nicht körperlich bewegen können.

Resveratrol macht schlank
Auch eine Studie der Washington State University hat erwiesen, dass das Resveratrol im Rotwein beim Abnehmen hilft. Es wandelt das vorhandene Fettgewebe im Körper offenbar so um, dass es danach leichter abgebaut werden kann. Außerdem soll ein Glas Rotwein am Abend jede Form von Heißhungerattacken verhindern. Na dann zum Wohl und auf die Gesundheit

Jetzt versteht ihr sicher besser, von welchem „Training“ ich eingangs gesprochen habe … Wenn Wissenschaft SO ist, finde ich sie super …

Na denn, sportliche Woche noch!!!

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag, 10.November 2019

In dieser Woche konnte ich es mir gönnen, morgens ein wenig länger zu schlafen. Mein kleines Rudel und ich waren mal wieder im Ferienhaus am Meer, während Herrchen ein paar Tage schöne Schwünge auf den Skipisten am Gletscher in den Schnee malte. Aus ökologischer Sicht haben wir natürlich vorher abgewogen, ob das in Ordnung ist, klar, das macht man jetzt so. Aber da er schon seit Jahren Vegetarier ist und Fleischkonsum aus ökologisch-ethischer Sicht ja nun das aller- aller- allerschlimmste ist, sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass ein paar Tage Gletscherskifahren drin sein müssen. Wie heißt es so schön? Wir brauchen nicht den einen „Vorzeige-Öko“, wir brauchen viele kleine „unperfekte“ Ökos, die im Leben immer ein bisschen mehr ändern. Voila, das tun wir ja schon.

Wenn es morgens dunkel ist, liege ich gerne länger im Bett. Mit ein oder zwei Hunden, versteht sich, kuschelgemütlich ist das. Komischerweise ist meine kleine Hündin Flika auch eher ein „Längerschläfer“ so wie ich. Auf so richtige „Langschläfer-Tendenzen“ haben wir dabei allerdings überhaupt keine Chance, denn Nicki beginnt irgendwann zu „singen“, wenn er meint, wir müssten aufstehen. Und das ist recht zuverlässig immer dann der Fall, wenn es hell genug geworden ist, um an den Spaziergang zu denken.

Sonnenaufgang = Hell werden = Spazieren gehen!!! Jetzt.
Total einfache Cairn-Terriergleichung.

Sicher war er im früheren Leben mal ein Hahn … oder hat von ihnen lernen dürfen, wie man Menschen mehr oder weniger melodisch aus dem Schlaf holt. Übrigens wird der Gesang immer lauter, wenn man nicht zügig aufsteht. Schöner nicht, nur drängender. Da sind sich Herrchen und Hund wiederum nicht unähnlich, also nicht, dass mein Mann morgens singen würde, aber er ist in unsrem Hause unbesehen der Frühaufwacher.
Ich halte also fest: Bei uns schlafen die Damen länger, die Herren eher nicht.

Und was lese ich zu meiner Freude in der letzten Woche im Internet:
Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer –
weil ihr Hirn härter arbeitet

DEN Artikel habe ich sofort verschlungen, denn er ist auch noch lustig geschrieben. Lest selbst;
„Brauchst du ein gutes Argument, weshalb am Wochenende dein Mann das Frühstück vorbereiten sollte? Kein Problem, hier hast du es: Da du eine Frau bist, brauchst du pro Nacht 20 Minuten mehr Schlaf. Weil dein Gehirn komplexer ist.
Hach, haben wir es doch gewusst! Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer! Das besagt laut Daily Mail zumindest eine Studie der Loughborough University. Generell brauchen Menschen sowieso mehr Schlaf als den meisten Menschen bewusst ist. Selbst wenn man sich selbst auch mit wenig Schlaf fit und leistungsfähig fühlt, sollte man langfristig nicht unter sieben bis neun Stunden jede Nacht schlafen. Das macht nämlich unzufrieden, feindselig und krank. Aber die Damen der Schöpfung brauchen eben im Durchschnitt noch 20 Minuten mehr, um gesund und gut gelaunt durch den Tag zu kommen.
Woran es liegt, dass wir so viel schlummern müssen
Eine Erklärung für den erhöhten Bedarf an Schlaf bei Frauen haben die Wissenschaftler natürlich auch. Unsere Gehirne brauchen einfach länger zum regenerieren, weil – jetzt kommt es – unser Gehirn aufwendiger vernetzt ist als das von Männern. Auch dafür gibt es selbstverständlich eine evolutionstheoretische Begründung. Wir Frauen mussten jederzeit und egal welche andere Tätigkeit ausführend immer ein wachsames Auge auf unsere Kinder haben und empathisch auf die Bedürfnisse unserer Sippe reagieren. Deshalb sind unsere Gehirne auf eine andere Form der Wahrnehmung ausgelegt. Während bei Männern die einzelnen Gehirnhälften oft etwas dichter vernetzt sind, ist bei uns das Teamwork der beiden Gehirnhemisphären besser ausgebildet. Und da das einfach viel komplexer ist, ein gut funktionierendes Team in Schuss zu halten, brauchen wir mehr Ruhe.

Warum zum Teufel haben dann nicht die Männer Brüste???

An dieser Stelle müssen wir dann aber wirklich auch mal die Biologie in Frage stellen. Wenn Frauen schon mehr Schlaf brauchen, wieso haben Männer dann keine Brüste zum nächtlichen Stillen? Wär doch mega sinnvoll, uns nicht beim wichtigen Schlafen zu unterbrechen, wo wir doch eh viel schwieriger auf unsere Stunden kommen. Doch ehrlich gesagt würde das auch mit Männermilchbrüsten nicht funktionieren, weil die meisten Kerle nicht nur kürzer, sondern auch tiefer schlafen. Sie würden also oft gar nicht bemerken, dass das Kind Hunger hat. Außerdem ist die Vorstellung von Männerbrüsten ja auch nur so semisexy. Bleibt uns wohl also keine andere Wahl als uns ein paar Jahre unseres Lebens zombihaft durch den Alltag zu schummeln und unseren Liebsten gelegentlich eine kleine schlechte-Laune-Attacke zuzumuten. Vielleicht die Prise Motivation, die es braucht, um uns wenigstens am Wochenende ausschlafen zu lassen. Ist wichtig. Sagen schließlich sehr kluge Menschen und denen sollte (in diesem Fall) MANN glauben.“

(Quelle: www.msn.com/…/studie-frauen-brauchen-mehr-schla…/ar-AAJv7hR…)

Gut geschrieben, oder?
Einzig: Mit schlappen 20 Minuten mehr als mein Mann komme ich nicht hin. Ich brauche eher (mindestens) eine Stunde mehr, bei prallvollen Arbeitstagen auch noch einen Mittagsschlaf, ein sogenanntes „Power-Napping“ und WEHE da stört mich jemand!!!!! Der lernt aber meine Pitbull-Seite kennen, da verliere ich jegliche Freundlichkeit. Schlaf ist für mich körperliche Regeneration, Psycho-Computer-Runterfahren und seelische Erholung in einem. Kurz: Lebenswichtig.
Nimm mir eine Zeitlang das Essen weg – macht nichts. Heißt ja heute Intervallfasten. Kann ich gut.
Nimm mir eine Zeitlang den Schlaf weg – du wirst mich nicht mehr mögen!

In diesem Sinne: Schlaft gut in dieser Woche!

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag,3. November 2019

Draußen wird es allmählich ungemütlich, die schönen Sonnentage des Herbstes scheinen endgültig vorüber zu sein. Nach der prallen Obst- und Gemüseernte und dem Farbenrausch der Blätter, den die Monate September und Oktober mit sich gebracht haben, hat der November nun ein bisschen nebelgraue Melancholie im Gepäck, die an das kommende Ende des Jahres erinnert und uns auffordert, inne zu halten. November, das ist für mich der Beginn einer stillen Jahreszeit, die im positiven Sinne zur Rückschau und dadurch auch zum Auftanken neuer Energien auffordert.
In diesem Monat öffnen sich leise jene Türchen zu den dahinter liegenden Zimmern unseres Selbst, die Aufschriften tragen wie „Abschied“, „Vergänglichkeit“, „Erinnerung an die Seelen der Verstorbenen“. Im hellen Licht des Sommers haben sie keinerlei Chance, gesehen oder gar geöffnet zu werden. Jetzt aber beginnt genau die Zeit dafür um in diese Kammern der Seele einzutreten, sich zu setzen, umzuschauen und anzuerkennen, dass wir nur dann „ganz“ sind, wenn wir alle Gefühlen und Anteile von uns sehen, fühlen, wertschätzen und anerkennen.

Das große Ganze, die Schönheit der eigenen Persönlichkeit braucht Licht UND Schatten, beides hat seinen Reiz, keines kann ohne das andere sein oder erstrahlen, eines wächst am anderen.

Jetzt im November, wenn die Natur beginnt sich zurück zu ziehen und sich auf die kalte Jahreszeit vorbereitet, kann das einerseits drinnen bei Kerzenschein Tee, Keksen oder auch herrlich deftigen Eintöpfen gemütlich sein, andererseits haben viele Menschen mit dieser grauen, dunklen Jahreszeit auch ihre Probleme – vielleicht, weil sie ihre „Schatten“ noch nicht sehen, anerkennen oder akzeptieren können oder wollen, weil sich die Schönheit des großen Ganzen, zu dem nun einmal auch das Dunkle gehört, noch nicht vollkommen erschließt.

Die fehlende Sonne nimmt uns etwas von jener herrlichen Leichtigkeit, die das Leben so einfach, lustig und bunt macht. Die Schwere der Dunkelheit dagegen ist eng verknüpft mit dem „Vergehen“, z.B. der Blätter, Blumen und der trostlosen Leere der Gartenbeete. Dieser Rückzug der Natur, das Ende des fruchtbaren Jahres führt die Gedanken meist unweigerlich zu solch eher schweren Themen wie Sterben und Tod.
Anfang November, das ist die Zeit der Totengedenken, der Gedanken an die Verstorbenen, an die Seelen.
Persönlich mag ich diese Zeit sehr, finde den gesamten Jahreszyklus wunderbar und genieße jeden einzelnen Abschnitt des „Jahreszeiten- und Lebensweges“, den wir alle unweigerlich zu durchlaufe haben, so gut es geht.
Okay, manche Phasen sind schwieriger als andere und die eigene „Vergänglichkeit“ zu erleben, die Alterserscheinungen zu beobachten und zu akzeptieren, das ist schon eine echte Herausforderung, gehört aber dazu und lässt uns reifen, wachsen und das ist sicher einer der Gründe, warum wir alle hier sind auf der Erde.

Seelenwachstum, Vergänglichkeit, Sterben und Tod, all das klingt ein wenig unheimlich, magisch, mystisch und ich gestehe gern, dass ich ein großer Fan von eben jener nebligen Mystik bin, die sich im Monat November über die Welt legt.
Vor ein paar Tagen, am 31. Oktober, konnten wir gerade wieder das Fest des Halloween feiern, das leider ein bisschen im Faschings- und Partykommerz unterzugehen droht, dessen Hintergrund aber ein ganz anderer ist. Interessanterweise leitet sich das Wort Halloween von der englischen Bezeichnung „All Hallows Eve“ ab, jenen religiösen Zeremonien und Riten der christlichen Gottesdienste, die am Vorabend des Festes der Allerheiligen begangen werden.

Diese Nacht hat aber noch eine ganz andere Bedeutung, die mich schon seit Langem fasziniert und in ihren Bann gezogen hat: jene, die sie für die Kelten hatte.
In dieser Kultur wurde in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November das magische Ahnenfest Samhain gegangen. Es markiert im keltischen Jahreskreis den Beginn der dunklen Jahreszeit und man ging davon aus, dass sich in dieser Nacht das Tor zur sogenannten Anderswelt öffnen würde ( … alleine dieser Gedanke macht mir eine wohlige Gänsehaut!).

Samhain, das war für die Kelten ein Fest mit vielen Bedeutungen: Erntefest, Beginn des neuen keltischen Jahres, das Fest der Verstorbenen und Wesen aus der Unterwelt, eine Zeit, um Altes los zu lassen und Samen für Neues zu säen. Samhain stand auch dafür, in der Stille frische Energie zu schöpfen und sich der Wurzeln zu besinnen, in dem der Ahnen der Verstorbenen gedacht und deren Segen für das Leben erbeten wurde. Viele Menschen weigerten sich, in dieser Nacht ihr Zuhause zu verlassen, weil sie fürchteten, dass die Toten Rache an den Lebenden nehmen könnten – aus welchen Gründen auch immer. Deshalb verkleideten sich schon die Kelten mit wilden Kostümen zur Tarnung, um die bösen Geister der Anderswelt anzuschrecken und dieser Brauch wird heute als lustiges Kostümfest fortgeführt. Es wurden lodernde Feuer als Symbole für die Sonne angezündet, deren Wärme gegen die Winterkälte gut tat, denen aber auch reinigende Kraft zugesprochen wurde.

Auch die Hexen sollen den Überlieferungen zufolge den alten Bräuchen der Kelten gefolgt sein und begrüßten zu Samhain das Hexenneujahr. Eine herrliche Vorstellung, finde ich, denn so ein bisschen Hexe lebt auch noch in mir …
Vor meinem geistigen Auge sehe ich Hexen aller Farben, Formen und Größen mit ihren Bechern und Gläsern anstoßen und voller Freude wild auf ihren Besen durch den Himmel sausen ….
Schon gut, schon gut, meine Fantasie geht da gerne mal mit mir durch. Ich bitte das zu entschuldigen! Wahrscheinlich werde ich im Altersheim diejenige sein, die, wenn nichts anders mehr funktioniert, immer noch Geschichten im Kopf und – falls die Heimleitung es erlaubt-, eine Katze auf der Schulter trägt. Ein Rabe ginge übrigens auch, da wäre ich nicht kleinlich … hoffentlich aber werde ich dann ein freundliches altes Hexchen sein, das mit der eigenen Vergangenheit ausgesöhnt ist und mit der Seele in friedlichem Einklang lebt. Ich arbeite jedenfalls dran …

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine magische Woche!

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag, 27. Oktober 2019

Liebe Schwestern, es wird immer deutlicher und allmählich auch wissenschaftlich bewiesen, was wir alle längst wissen:
Ohne uns Weibsbilder geht gar nichts!
Die Titelzeilen mehren sich, nie war so deutlich, dass die Frau die Krönung der Schöpfung ist. Es heißt ja auch DIE Krone der Schöpfung, nicht DER Krone der Schöpfung.

In der zurückliegenden Woche konnte ich zum Beispiel lesen, dass die Qualität einer Ehe einzig an der Ehefrau liegt. Wenn diese es schaffe, in Streitsituationen einzulenken, sich zurück zu nehmen und verständnisvoll zu reagieren ohne ebenfalls zu toben und zu brüllen, sei die Ehe harmonisch und werde als sehr gut bewertet. Das Verhalten der zugehörigen und ebenfalls getesteten Ehemänner war nur insofern von Bedeutung, als dass sie die Verhaltensweisen ihrer Frauen zu schätzen wussten und sich im Alltag NICHT abwertend ihr gegenüber verhielten.
Ok., bisher dachte ich immer, eine Ehe führen zwei Menschen, aber ich lerne gerade dazu, eine Ehe führt die Frau. Basta.
Einen Tag später lese ich dann mit großem Staunen, dass die Rettung der Welt Frauensache ist. Ups, das auch noch???? Wie soll ich das denn bitte verstehen?
Wir retten nicht nur unsere Ehen sondern gleich die ganze Welt?
Nach der Lektüre dieses Artikels war ich aber vollends überzeugt, denn irgendwie liegt das mit der weiblichen Retterin auf der Hand. Warum? Darum:
Die Frauen bringen ihren Nachwuchs auf die Welt, kümmern sich noch immer in erster Linie um die Kids und die sollen was anständiges essen, davon profitieren übrigens auch die Männchen in der Gemeinschaft, denn für diese wird oft auch der Versuch einer guten Ernährung unternommen. Frau fragt schonmal nach, was drin ist im Breichen für die Kleinen, was in der Milch denn noch so steckt und woher das Gemüse und das Fleisch kommt, das verzehrt wird. Da Männer im überwiegenden Maße überhaupt viel mehr Fleisch konsumieren, darf man sagen, dass Frauen quasi schon alleine aufgrund ihrer gemüselastigeren Ernährung besser für die Umwelt sind. Viel Fleisch braucht viel Weideflächen und deswegen holzen und brennen die mächtig männlichen Wesen im Amazonas gerade den Wald ab, damit diese Weideflächen für die armen Rinder herhalten müssen, die Mann dann schlachtet und isst.
SIE sorgt also für die Familie, schenkt Leben, nährt, erzieht, informiert sich und die anderen, tauscht sich aus, kauft möglichst fair, unverpackt und Bio. Da Frauen es ja schon in ihren Ehen praktizieren, deeskalierend zu agieren um diese zu pflegen, versuchen sie auch, gute Freundschaften und nachbarschaftliche Kontakte zu pflegen, um für Unterstützung und Hilfe zu sorgen. Bei Stress und Konflikten versuchen sie zu schlichten, was auf jeder Ebene gut tut – im Kleinen und im Großen, bis hin zur politischen Bühne. Junge bezopfte Mädchen aus Pippi Langstrumpfland machen alten Männern vor, wie man Massen mobilisiert und zwar ohne sich zu hauen und Kriege zu führen, sich aufzuplustern und Drohgebärden zu twittern.

Frauen und Männer ticken anders, das ist klar, eine Tatsache, die auf der Hand liegt. Aber wo liegt bitte schön die Ursache von all diesen Verhaltensweisen?

Auf der Suche nach guten Studien, Belege oder Artikel habe ich den hier auf der Internetseite von spektrum.de gefunden, aus dem ich ein paar Auszüge zitiere:

Heidegard Hilbig: Geschlechtsunterschiede aus neurowissenschaftlicher Sicht

Unterschiede in der Gehirngröße:
Wenn man ein menschliches Gehirn vor sich hat, kann man nicht nur von der Betrachtung her sagen, ob es männlichen oder weiblichen Ursprungs ist. Rein statistisch beträgt die durchschnittliche Hirnmasse (Gehirngewicht) bei der Frau 1245 g und beim Mann 1375 g. Da es eine Korrelation zwischen Hirnmasse und Körpermasse gibt und Frauen im Durchschnitt kleiner sind als Männer, leitet sich daraus zunächst auch ein kleineres weibliches Gehirn ab. Das Verhältnis von Hirnmasse zu Körpermasse verschiebt sich nach einigen Untersuchungen sogar zu Gunsten des weiblichen Geschlechts: Die Hirn-Körpermasse-Relation beträgt danach bei der Frau 1:46 (22g Hirnmasse pro kg Körpermasse) und beim Mann 1:50 (20g pro kg). Allerdings gibt es inzwischen auch neuere Befunde, die wiederum zum gegenteiligen Schluß kommen. In jedem Fall sagen solche Durchschnittswerte jedoch nichts über die geistige Leistungsfähigkeit eines bestimmten Individuums aus – Ausnahmen bestätigen dabei wie immer die Regel. Ein besonders kleines Gehirn muß daher nicht zwangsläufig einer Frau gehören; es kann ebenso einem kleinen Mann zugeordnet werden.

Hormonale Grundlagen des menschlichen kognitiven Verhaltens:
Das Hauptresultat diesbezüglicher Forschungsergebnisse lautet, daß Männer und Frauen sich in der Art ihrer Intelligenz unterscheiden, und zwar vor allem in ihrer Art, abstrakte Aufgaben zu bewältigen. Die hormonabhängige Differenzierung beginnt beim Menschen in einer frühen Embryonalphase der vorgeburtlichen Entwicklung.
Der ursprüngliche Bauplan ist weiblich.
Gegen Ende des zweiten Embryonalmonats bilden sich bei Vorhandensein von X- und Y-Chromosom die männlichen Keimdrüsen aus. Diese Keimdrüsen, die Hoden, beginnen im Normalfall mit der Produktion von Androgenen (den männlichen Hormonen). Störungen in der Hormonbildung haben eine unvollständige Maskulinisierung (Vermännlichung) zur Folge. Die männlichen Hormone bewirken nicht nur die Maskulinisierung von primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen, sondern leiten auch spezifische Differenzierungen im sich entwickelnden Gehirn ein.

Geschlechtsabhängige Problemlösestrategien:
Probleme, bei deren Lösung Frauen Männern überlegen sind, lassen sich wie folgt aufzählen:
1) Frauen sind besser bei optischen Wahrnehmungen, bei denen es auf die Geschwindigkeit, das detailgetreue Erinnerungsvermögen und die Entscheidungsschnelligkeit ankommt.
2) Frauen haben eine flüssigere Sprache, sprachlich den größeren Einfallsreichtum und können besser exakt rechnen.
3) Frauen verfügen über eine feinere Motorik der Hand.
4) Frauen besitzen eine höhere Wahrnehmungsgeschwindigkeit.

Männer sind dagegen bei den folgenden Leistungen im Vorteil:
1) Männer haben ein besseres Abstraktionsvermögen und sind bei mathemathischen Schlußfolgerungen Frauen überlegen.
2) Männer können besser zielgerichtet werfen und auffangen.
3) Männer haben ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen.
4) Männer zeigen bessere optische Leistungen bei Suchbildern, d.h. beim Auffinden versteckter geometrischer Figuren.

Geschlechtstypische Unterschiede beim Menschen sind im Bereich der Sinneswahrnehmungen gut untersucht: Frauen sind empfindlicher für Berührungen und Gerüche, bemerken schneller Veränderungen in der Anordnung von Objekten; Männer sehen im mittleren Gesichtsfeld besser, unterscheiden mehr Einzelheiten bei bewegten Objekten usw.

Ooooookay, liebe Schwestern, wir wollen die Unterschiede an dieser Stelle einfach nicht bewerten sondern nur genüßlich hinnehmen. Möge jede einzelne von euch entscheiden, ob es z.B. wichtiger für die Lebensgestaltung ist zielgerichteter werfen und fangen zu können und bei Suchbildern optisch bessere Leistungen zu haben oder über eine feinere Motorik der Hand, eine flüssigere Sprache, sprachlich den größeren Einfallsreichtum und bessere exakte Rechnungsfähigkeiten zu verfügen …
Mein persönlicher Lieblingssatz aus dem bisherigen Text ist im oberen Teil zu finden:
„Der ursprüngliche Bauplan des Gehirns ist weiblich!“
DAS ist mal eine echt verblüffende Aussage, finde ich.

Zusammenfassend kann man nur sagen, all diese netten oder spöttischen Sprüche, Artikel, Bücher oder Filme mit Themen wie „Frauen kommen von der Venus Männer vom Mars“ stimmen. Männer und Frauen passen irgendwie nicht grundsätzlich gut zusammen. Irgendwie unklug ist nur, dass die Männer immer wieder betonen müssen, das „starke Geschlecht zu sein“ und uns Frauen damit klein machen wollen.
Lasst das Jungs, der ursprüngliche Bauplan ist weiblich!

Rational gesehen wäre es für die Rettung der Welt also sinnvoller, Frauen Bindungen zu Bäumen nahe zu legen, denn die retten die Welt ja schließlich auch und das Umarmen von ihnen soll das Bindungshormon Oxytocin ausschütten, was übrigens auch beim Kuscheln mit Haustieren zutrifft.
Und Männer? Was machen wir jetzt mit denen? Drauf verzichten? Ist immer ungünstig. Besteuern zum Ausgleich der „Gender Gap“ in der Lohnzahlung? Denkbarer Ansatz. Am wichtigsten aber: Männer schulen. Es sollten flächendeckend und landesweit zügig entsprechende Volkshochschulkurse angeboten werden, in denen Männern weibliches Denken und Handeln vermittelt wird, so gut das eben nur geht. In kleinen Förderklassen natürlich. Geleitet von klugen und erfahrenen Lehrerinnen im Team, unterstützt von einem Sozialarbeiter mit Diplom in Behandlung von Männerschnupfen.
Aber dauerhaft auf die Kerle verzichten? Wäre irgendwie auch ganz schön schade, denn einige Exemplare sind ja trotz all ihrer Macken und Eigenarten doch sehr liebenswert.
Was grundsätzlich helfen könnte?
Wenn Männer sich mal ein bisschen weniger wichtig nehmen würden und einfach akzeptieren könnten, dass wir, die Weiber, Hexen und Feen dieser Welt, die besseren Menschen sind und uns dafür ein bisschen auf Händen zu tragen. Wenigstens zwischendurch, denn wer will bitte schön immer getragen werden, wenn er alleine Laufen kann? Gut, schnell und sehr erfolgreich können wir das nämlich während wir unsere Ehen und die Welt retten und das, wenn es sein muss auch noch auf High Heels.
Frauen, fangt an, euch wichtiger zu nehmen! Jede einzelne von euch ist wichtig, spitze und unersetzbar. Lasst euch nichts anders einreden. Nehmt sie ernst, eure Wünsche, Ziele, Träume, Ideen, Werte, euer Frau-Sein, einfach alles an euch.

Also, liebe Schwestern, Wert-schätzt euch und eure Fähigkeiten. Und wenn ihr einen tollen Mann an eurer Seite habt, den auch, er ist ein seltenes Prachtexemplar.

Schöne wonne-weibliche Woche noch!

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag, 20. Oktober 2019

Ich habe durchaus etwas übrig für Alltagshilfen, die schnelle und effektive Lösungen versprechen. Kein Wunder also, dass ich bei DIESER Titelzeile aufgehorcht habe:

Wie du mit einer Entscheidung jede Krise bewältigst

In diesem Artikel, den ich im Internet entdeckt habe, stehen dazu spannende Idee – und die kommen von keinem geringeren als von Alber Einstein höchst persönlich!
Wie geht das nun, diese Sache mit der EINEN Entscheidung? Bitte, lest selbst:

„Einstein, der den meisten vor allem als Begründer der Relativitätstheorie bekannt ist, hat sich neben seinen Forschungen in theoretischer Physik viiiiiele Gedanken über alles Mögliche gemacht – unter anderem über den Sinn des Lebens, die Rolle des Menschen und Glück. Obwohl er im 19. Jahrhundert geboren wurde und überwiegend in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelebt hat, hatte dieser Mann zum Beispiel selbst aus heutiger Sicht nahezu moderne bzw. fortschrittliche Ansichten zu Schwangerschaftsabbrüchen und Homosexualität. Soll heißen: Der Typ hatte jenseits der Physik einiges auf dem Kasten und zu sagen! Auch folgendes Zitat ist ihm mit Sicherheit nicht einfach so herausgerutscht:

Unsere wichtigste Entscheidung ist, ob wir das Universum für einen freundlichen oder feindlichen Ort halten.

Ob wir Kinder bekommen oder uns besser ohne verwirklichen können, ob wir studieren oder eine Ausbildung machen, ob wir in einer Großstadt oder lieber im Vorort leben – alles laut Einstein offenbar nicht so wichtig und lebensentscheidend wie die Frage, ob die Welt für uns freundlich oder feindlich ist. Vor allem die Leute, die sie sich noch nie gestellt haben (was vermutlich die meisten sind), werden jetzt sicher denken: Hä …?! Das steckt dahinter:

Letztendlich stecken hinter den beiden von Einstein formulierten Optionen zwei gegensätzliche, grundlegende Lebenseinstellungen mit weitreichenden Folgen.

1. Ich halte das Universum für einen freundlichen Ort:
„Das Universum ist so gestaltet, dass ich ein Teil davon sein kann. Das Leben ist manchmal schwer und generell habe ich keinen Plan, was ich damit anfangen soll, aber im Großen und Ganzen ist es ein riesiger Glücksfall und ich will so viel wie möglich davon mitnehmen und verstehen.“
2. Ich halte das Universum für einen feindlichen Ort:
„Mein Leben und Glück werden ständig von außen bedroht, ich muss es gut verteidigen und auf der Hut sein, damit ich nicht zum Opfer werde. Zur Sicherheit baue ich mir lieber mal ein paar Mauern um mich herum auf und traue mich nicht zu oft hinaus.“

Man könnte auch sagen, die erste Haltung steht für Optimismus, die zweite für Pessimismus. Doch um sich wirklich konkret zu entscheiden, sind solche Begriffe zu abstrakt – deshalb empfiehlt Einstein den Weg übers Universum, um diese Grundsatzentscheidung zu treffen.

Und falls du nun (vertieft in deine Krise) in Erwägung ziehst, dich für die zweite Option zu entscheiden, also meinst, das Universum sei ein feindlicher Ort: Glaubst du, Einstein hätte sich so dafür interessiert und die Welt erforscht, wenn er darin eine Bedrohung gesehen hätte …? Und er war immerhin ein Genie!“

Soweit der Artikel. Ist das nicht ein inspirierender Gedanke?

Aber taugt der was, stimmt das?
Um das zu überprüfen, habe ich sofort damit begonnen, den kleinen „Einstein-Alltagscheck“ zu machen, d.h. mich als Schreibschwester-Laborratte (im weiteren Probandin genannt) einer typischen Situation ausgeliefert, um eine – nämlich DIESE EINE- wichtige Entscheidung zu treffen und ihre Auswirkung zu dokumentieren.
Keine Krise, aber ein Selbstversuch:

Hier mein Forschungsergebnis;
(Wobei EINS für freundliches Universum steht und ZWEI für feindliches Universum)

Die Situation: An der Tankstelle.
Es ist spät am Abend, die Probandin ist erschöpft (hat zwei Pilateskurse gegeben), aber bei guter Stimmung, hungrig und verschwitzt, will unbedingt noch schnell tanken, da sie feststellt, dass die Spritpreise um 10 Cent niedriger sind als am Morgen des gleichen Tages. Sie steuert eine freie Zapfsäule an, Nummer Drei an der Tanke, als sehr plötzlich vor ihr ein älteres Automobil von der gegenüberliegenden Säule Nummer Vier ausschert und sich direkt vor sie stellt. Die Probandin kann gerade eben so noch bremsen, um einen Auffahrunfall zu verhindern.

a) Sie entscheidet sich ohne lange zu zögern für die ZWEI und beginnt im Wagen sitzend laut zu fluchen, tobt ein bisschen und verteilt ein bis drei leichte Schläge auf dem Lenkrad. Klarer Fall, das feindliche Universum bedroht ihren Feierabend. Nun dauert es gefühlt auch noch seeeeehr lange, bis sich eine Person aus dem ältlichen Auto quält, deren Gesundheitszustand bedauerlicherweise nicht mehr durch den menschlichen TÜV käme so es ihn denn gäbe und die Probandin ahnt, dass die Aktion mit dem Tanken nun noch länger dauern wird, d.h., die Feindseligkeit des Universums steht fest.
Aber hier erinnert sich die Probandin an das Experiment, lässt den Wagen wieder an, wirft einen Blick in den Rückspiegel – freie Sicht – gibt Gas und setzt mit quietschenden Reifen zurück, fährt eine Runde um die Tankstelle und kehrt zum Erstaunen aller Tankenden an die Zapfsäule Nummer Vier neben dem Altmobil an der Drei zurück. Sie hat eine wichtige Grundsatz-Entscheidung getroffen – in diesem Fall hat sie sich für die EINS entschieden:
b) Das Universum ist ein freundlicher Ort!
Lächelnd hüpft sie aus dem Auto, nickt in Gesichter mit erstaunt hängendem Unterkiefer und beginnt den Tankvorgang, ein Liedchen auf den Lippen. Und das Universum IST nett, denn sie schafft es tatsächlich gerade noch, vor der Person mit dem hohen Zeitbedarf von Säule Drei in den Kassenraum zu treten, ja sie hält dieser sogar noch die Tür auf. Was ist die Welt ein netter Ort, wenn man sich dafür entscheidet. Gut gelaunt fährt sie heim.

Tja, was soll ich sagen, ich habe in mehreren Situationen wie der oben geschilderten erforscht und festgestellt, dass es sich ernsthaft lohnt, sich für die optimistischere Variante „Das Universum ist ein freundlicher Ort“ zu entscheiden.
Warum?
Weil es den eigenen Streß deutlich minimiert, weil Freude und Lebenslust zurück kommen, wenn man sie aussendet und weil man es dadurch tatsächlich höchstpersönlich schafft, die Welt zu einem besseren, ein wenig freundlicherem Ort zu machen. Ist zwar alles relativ, Herr Einstein, aber es gefällt mir! Ob das nun in jeder Krise genügt, weiß ich noch nicht, aber ich forsche und entscheide weiter.

In diesem Sinne, schöne freundliche Woche noch!

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag, 13. Oktober 2019

In den letzten Wochen liefen in New York, London, Mailand
und Paris mal wieder die „Fashion Weeks“ (in ordentlichem deutsch also Modenschauen) für die Frühjahr-Sommersaison 2020. Immer wieder wurden im Internet Fotos von den Models gezeigt, die die neuen Kollektionen der Designer trugen, die angeblich hinreißend und traumhaft schön sein sollten und in den sozialen Medien abgefeiert wurden – sowohl jene Models als auch die Kleider.
Viele dieser Anziehsachen waren für mich skurril und überhaupt nicht schön. Über Geschmack kann man ja bekanntlich streiten, aber mich auf einmal interessiert, wie denn eigentlich der forschende Zweig meiner psychologischen Kollegen „Schönheit“ oder „Schönheitsempfinden“ betrachtet, im weiteren Sinne und keineswegs nur in der Welt der Mode.

Für den Anfang zunächst einmal eine ordentliche Definition: Schönheit kann die Eigenschaft eines Tieres, einer Idee, eines Objektes, einer Person oder eines Ortes sein, die eine wahrnehmbare Erfahrung bzw. Empfindung von Genuss oder Zufriedenheit bietet. Schönheit wird als Teil der Ästhetik, Kultur, Psychologie bzw. Sozialpsychologie, Philosophie und Soziologie untersucht. Eine „ideale Schönheit“ ist eine Wesenheit, die bewundert wird oder Eigenschaften besitzt, die der Schönheit in einer bestimmten Kultur der Perfektion zugeschrieben werden.
Hässlichkeit gilt als das Gegenteil von Schönheit.

Aha.

Da wissen wir ja schonmal in der Theorie, womit wir es zu tun haben.

Weitere Beschreibungen sind etwa:
Die Erfahrung von „Schönheit“ -das Schönheitsempfinden- beinhaltet oft die Interpretation eines Wesens in Balance und Harmonie mit der Natur, was zu Gefühlen der Anziehung (Attraktivität) und des emotionalen Wohlbefindens führen kann. Weil dies eine subjektive Erfahrung sein kann, wird oft gesagt, dass „Schönheit im Auge des Betrachters liegt“.

Na gut, etwas gestelzt ausgedrückt, aber nicht uninteressant.

Dann aber habe ich jenen Satz gefunden: Schönheit liegt NCIHT nur im Auge des Betrachters, Psychologen finden klare Regeln.

Wie interessant. Da möchte man doch sofort fragen, was für Regeln gibt es denn bitte für Schönheit? Schönheit ist doch eigentlich bekanntlich subjektiv und soll für die Wissenschaft unerklärbar sein, aber einige ihrer wichtigsten Eigenschaften folgen einfachen Regeln, erklärt Denis Pelli, Professor für Psychologie in einer Studie, die er zusammen mit Aenne Brielmann vor einigen Jahren durchgeführt hat. © PSYLEX.de – Quellenangabe: Current Biology (2018). DOI: 10.1016/j.cub.2018.06.004.
Schönheit fasziniert den Menschen seit Jahrtausenden, schreiben die Autoren, die ihre Arbeit auf das wachsende Feld der „empirischen Ästhetik“ fokussieren, einem Zweig der Psychologie, der untersucht, wie Menschen Schönheit und Kunst erleben. Schönheit ist eine wichtige Einflussgröße bei den täglichen Entscheidungen, die wir treffen – jedes Jahr geben Verbraucher Millionen aus und investieren unzählige Stunden, um schön zu sein oder ihr Aussehen zu verbessern. Das gilt sowohl für das körperliche Aussehen als auch für die Mode und andere Konsumgüter.

Jetzt aber bitte die Regeln:
Bestimmte Merkmale, wie Symmetrie und Rundheit, machen die Dinge im Durchschnitt schöner. Genau das meint die Forschung also; je symmetrischer und je mehr Rundheit vorhanden ist, desto schöner wird das Wesen oder der Gegenstand wahrgenommen. Die Forscher fanden zum Beispiel heraus, dass historisch der reizvollste Winkel für die Kurve der Rückenlinie einer Frau, 45 Grad für den Übergang zum Po beträgt.

So Schwestern, jetzt wisst ihr Bescheid!!

Die Sätze, die mich in der Studie am meisten angesprochen haben, sind die folgenden: Schönheit kann die Eigenschaft eines Tieres, einer Idee, eines Objektes, einer Person oder eines Ortes sein, die eine wahrnehmbare Erfahrung bzw. Empfindung von Genuss oder Zufriedenheit bietet.
Und: Die Erfahrung von „Schönheit“ beinhaltet oft die Interpretation eines Wesens in Balance und Harmonie mit der Natur, was zu Gefühlen der Anziehung des emotionalen Wohlbefindens führen kann.

Ich würde es gerne einfacher sagen: Wenn wir die Erfahrung von Balance und Harmonie machen, wenn wir Genuss und Zufriedenheit empfinden, dann wird es uns gut gehen. Ob da nun unbedingt Schönheit mit im Spiel sein muss, weiß ich nicht, das ist sicherlich Definitionssache.
Wichtiger ist es vielleicht, sich Gedanken darüber zu machen, wie wir uns und unseren Lieben, den Freunden, Bekannten, Nachbarn, Kollegen, unseren Tieren und der (Um-) Welt das Leben jeden Tag ein wenig SCHÖNER machen können – damit wir alle ein bisschen weniger mit den hässlichen Seiten des Lebens konfrontiert werden müssen und stattdessen mehr Zufriedenheit und emotionales Wohlbefinden erleben.
Wäre das nicht wirklich schön?

In diesem Sinne, SCHÖNE Woche noch!

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag, 6. Oktober 2019

Als bekennende Tierliebhaberin lese ich Artikel über alles was Pfoten, Hufe, Flügel oder Flossen hat besonders gerne und noch viel lieber, wenn es nett ist. So etwas habe ich in dieser Woche bei „msn lifestyle von Mikorsoft news“ im Netz entdeckt. „Lustige Fakten, die Sie schmunzeln lassen“. Hier ein paar Auszüge:

Händchen halten:
Wussten Sie, dass Seeotter beim Schlafen Händchen halten? Das hört sich zwar liebenswürdig an, aber da diese Meeressäuger manchmal auf dem Wasser schwimmen, halten sie sich an den Händen, um sicher zu gehen, dass sie nicht aus dem Rudel wegdriften.

Tierische Freunde:
Laut Wissenschaftlern der Northampton University in
Großbritannien haben Kühe „beste Freunde“ und zeigen Zeichen von Stress, wenn sie von ihren Freunden getrennt werden.

Tierischer Gruß:
Delphine haben „Namen“ füreinander. Wissenschaftler der schottischen Universität St. Andrews sagen, dass Delfine sich mit Hilfe einzigartiger Unterwasser-Pfiffe identifizieren.

Spielgefährten:
Trotz des körperlichen Vorteils lassen männliche Welpen oft weibliche Welpen gewinnen, um sie zu ermutigen, weiter zu spielen.

Hunde-Musik:
Der Beatles-Song „A Day in the Life“ hat am Ende einen extra hohen Pfeifton. Die Pfeife wurde speziell für Paul McCartneys Shetland Schäferhund eingearbeitet.

Blitzgescheit:
Obwohl sich Katzen nur an Ereignisse erinnern, die bis zu 16 Stunden früher passierten, sagt eine Studie in Scientific American, dass ein Katzengehirn 1.000 Mal mehr Daten speichert als ein iPad und es eine Million Mal schneller auf diese Informationen reagieren kann.

Unverkennbar:
Wuff! Wuff! Der Nasenabdruck eines Hundes ist wie ein menschlicher Fingerabdruck – einzigartig.

Mich haben diese Informationen zwar zum Schmunzeln gebracht, aber ich finde sie auch sehr beeindruckend. Tiere sind unglaubliche Wesen, können so viel mehr als wir denken und – sie sind Individuen wie wir Menschen. Das wissen wir Tiermenschen natürlich schon seit Langem. Jeder Mensch, der im Rudel mit zwei oder mehr Hunden lebt, sieht diese Unterschiede und jeder Dosenöffner, der zwei oder mehr Katzen zu bedienen hat, ebenso. Pferdemenschen wissen es und liebevolle Bauern, die ihre Nutztier-Herden gut halten, kenne das Thema auch. Jedes Tier ist einzigartig.
Vor diesem Hintergrund habe ich mich immer wieder gefragt, wie eigentlich ein Tierarzt überhaupt Tierarzt sein kann. Es ist ja sicher schon schwer genug, den höchst unterschiedlichen kleinen Persönlichkeiten innerhalb einer Gattung gerecht zu werden, geschweige denn, gleich mehrere Gattungen „Tier“ bedienen zu müssen.
Ein Tierarzt für Kleintiere muss Arzt für Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Ratten, Frettchen, Vögel und vielleicht auch noch für Reptilien sein. Sicher habe ich sogar noch ein paar Wesen vergessen. Und als wäre das nicht schon genug, muss er innerhalb einer Gattung Hausarzt, Internist, Chirurg, Urologe, Orthopäde, Gynäkologe, Kinder- bzw. Welpen- Arzt, Kardiologe, Radiologe, Anästhesist, HNO, Neurologe, Psychiater, Zahnarzt, Hautarzt, Augenarzt und bitte auch noch klassischer Homöopath und Ernährungsberater sein. ….

WIE das geht? Keine Ahnung.

Mein eigener Werdegang hat mich nach dem Psychologiestudium in Hamburg in eine ärztlich-psychologische Praxis geführt, in der wir ausschließlich chronische Schmerzpatienten behandelt haben. Da dieses leidvolle Beschwerdebild komplex ist, haben wir das im Team getan und uns mit allen möglichen Spezialisten zusammengesetzt. Mit im Boot waren neben Ärzten aller möglichen Spezial- und Fachrichtungen und Psychologen immer auch Physiotherapeuten, Logopäden, Ernährungsberater, Bewegungs- und Sporttherapeuten und und und. Jeder hat seinen Beitrag geleistet und es war eine tolle Arbeit mit guten Erfolgen, selbst wenn dabei am Ende der Behandlungen leider nicht immer eine komplette Schmerzfreiheit heraus kam. Es ging nicht um das Ego einzelner Behandler sondern um den Gewinn für den Patienten, das hat super funktioniert.
Irgendwie habe ich immer gedacht, dass es so etwas, also ein Spezialistenteam, doch auch für kranke Tiere geben muss, denn was passiert z.B., wenn – sagen wir zum Beispiel mal ein großer Hund- zum Tierarzt gebracht wird, weil er auf einmal nicht mehr die Treppen laufen möchte.
Rücken? Pfoten? Innere Probleme? Gelenkprobleme? Nerven? Zähne? Wirbel blockiert? Psychische Probleme wir etwa Ängste, weil etwas passiert ist???
Als Tierarzt muss man ja ALLES bedenken und das kann gar nicht perfekt funktionieren, da braucht man einfach mehr geballte Wissenskraft. Am besten ein ganzes Team, was als Idee ja schön ist, in der Realität allerdings schwer umsetzbar sein dürfte.
Warum?
Teamgeist, naja, das ist wie beim Menschen. Team muss man können, das muss zur Persönlichkeit passen, sonst hat es sich ganz schnell wieder „aus-gerudelt“.

Seit ein paar Jahren habe ich das große Glück, einen entsprechenden Tierarzt gefunden zu haben, der mir von einer Freundin empfohlen wurde, die als Tier-Physiotherapeutin bei ihm mitgearbeitet hat und es noch immer tut. Damals war alleine diese Tatsache, dass sie dort in der Praxis tätig war, eine absolut rühmliche Ausnahme, schlicht außergewöhnlich! Sie meinte ganz cool: „der Tom, das ist ein Mensch, der weiß was er kann und der gleichzeitig seine fachlichen Grenzen kennt und Kollegen fragt, wenn etwas nicht in sein Fachgebiet gehört oder sich Zweifel auftun“.
Echt jetzt, das gibt es?
JA!!! Meine beiden Jack-Russelchen hatten andere Probleme als Schwiegermutters altes Dackelchen, dessen inneren Organe gründlichst ge-ultraschallt werden mussten, der Cairn-Terrier, der später zu uns gekommen ist und der mit nur zwei Jahren einen Hauttumor entwickelt hatte, der operiert werden musste, war zusätzlich super ängstlich und ein bisschen hypochondrisch veranlagt (O-Ton des Tierarztes: „Etwas Mitleid bitte, das ist ein männlicher Hund …!“).

Alles bestens hinbekommen, Hund gut behandelt, Halter glücklich.

Als ich wegen meines männlichen Hunde-Sensibelchens um zusätzliche Ernährungsberatung bat, empfahl man mich liebevoll an eine Kollegin, die sich auf Homöopathie und Ernährungsberatung spezialisiert hat.
Klasse Teamarbeit, ich fühle mich bestens aufgehoben und außerdem sucht man ja stets nach Menschen, die so ticken wie man das selber tut.

Irgendwie war es die logische Konsequenz, dass dieser besondere Tierarzt die Vision hatte, mit seinen Kollegen gemeinsam in eine schöne große Praxis zu ziehen und den bestmöglichen Service für die Tiere unter einem Dach anzubieten. Im Team. Und diese Vision hat er seit Mai 2019 umgesetzt. Vor wenigen Wochen war offizielle Eröffnung – und ich bin schwer beeindruckt. Neben Katzen- und Hundewartezimmern, speziellen Behandlungsräumen, OP und Aufwachraum, Physiotherapieraum (mit Unterwasser-Laufband!!!) und einem Behandlungsspektrum, das von der normalen Tiermedizin mit klassischen und auch speziellen Diagnostik- und Behandlungsmethoden bis hin zur Tierpsychologie mit Verhaltenstraining reicht (und von vielen lieben, ausgesprochen kompetenten Menschen abgedeckt wird), gibt es einen Abschiedsraum …. Unfassbar würdevoll gestaltet. Ich hatte natürlich sofort die Tränen in den Augen, als er mir den gezeigt hat, denn es ist immer der schlimmste Moment, ein geliebtes Haustier gehen lassen zu müssen. Dort aber kann man das tun, in Ruhe, in der Zeit, die man braucht, um das Unfassbare wenigstens ansatzweisebegreifen zu können.
Fast zu schön um wahr zu sein … aber Realität.

Über wen reden wir hier eigentlich?
Über Tierarzt Thomas Koch, nun in den neu erbauten Räumen in Aachen im Gewerbepark Brand zu finden.

Koch und Kollegen.
Tierärztliche Praxis für Kleintiere
Inhaber Thomas Koch

Da ist in unfassbar viel Eigenarbeit mit Hilfe der tatkräftigen Ehefrau (und top organisierten Zweifach-Jungs-Mama, Zweifachhundemama und Praxismanagerin – Hut ab!!), dem Team und vielen Freunden eine Vision Wahrheit geworden.
Alle vor Ort leisten genau das, was sie können.
Und das ist eine Menge; jede und jeder genau das Beste. Auch wenn ich weiß, dass es immer wieder Menschen geben wird, die vielleicht nicht meiner Meinung sind, für mich war schon die alte Praxis in Kornelimünster meine einzige Anlaufstelle, wenn es um die Tiere ging – und nun wird das die tolle große Praxis in Brand sein.

Eines möchte ich noch hinzufügen, denn das liegt mir am Herzen. Tiermedizin ist das Eine – das andere ist es, das Herz für die Tiere an der richtigen Stelle zu haben. Und dafür möchte ich an dieser Stelle Danke sagen.

Danke Tom, dass du da warst, als Willi gehen musste.

Danke, dass du immer für uns parat stehst, wenn wir dich brauchen. Du tust uns allen gut.

Danke für die Hilfe in den schwierigen letzten Lebensjahren vom kleinen Herrn Knebel, Schwiegermamas giftigem Minidackel, den wir ohne Maulkorb nicht behandeln konnten.

Danke für deine Geduld unserem männlichen Sensibelchen gegenüber.

Danke für jeden Rat, jede Tat und jede Hilfe.

Besonders aber – und da heule ich sofort wieder- Danke, dass Du selbst an einem Sonntag zu uns gekommen bist, als Diva über die Regenbogenbrücke gehen musste. Ein entsetzlicher Tag in meinem Leben, einer der schlimmsten bisher, der ein bisschen leichter wurde, weil du da warst und mitgefühlt hast.

Es ist schön, dass es dich gibt. Als Mensch UND als Tierarzt.
Danke, auch im Namen der Wesen mit den Pfoten, Hufe, Flügel oder Flossen.

Eine tierisch-kuschelige Woche noch!

Schreibschwesters Kolumne zum Sonntag, 29. September

Mein schönstes Geburtstagsgeschenk

In der zurückliegenden Woche habe ich meinen 57. Geburtstag feiern dürfen. Ein Alter, in dem sich im Leben meiner Eltern einiges verändert hat und das nicht gerade auf gute Art und Weise. Meine Mutter hatte mit 57 zum ersten Mal mit einer Krebserkrankung zu kämpfen, mein Vater ging in diesem Altern in den vorgezogenen Ruhestand, weil er einfach keine Lust mehr hatte auf die Arbeit und die damals neu installierten Computer. Später hat er den frühen Ausstieg mehrfach bereut und sich ein bisschen „verloren“ gefühlt. Jetzt bin ich in diesem Alter, bin gesund -von den üblichen Wehwehchen mal abgesehen- und arbeite immer noch leidenschaftlich gerne als Psychologin, empfinde diesen Beruf mehr als Berufung als alles andere und denke überhaupt nicht ans Aufhören. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

Weil mich aber im Vorfeld dieses „Ehrentages“ doch ein mulmiges Gefühl umgetrieben hatte, habe ich alle nur erdenklichen präventiven Routineuntersuchungen machen lassen, u.a. auch erstmals eine Magenspieglung. Als ich aus der kleinen „Michael-Jackson-Propofol-Narkose“ wieder aufgewacht bin, hatte ich einen unfassbar realen Traum.

Drei Hunde spielten am Strand, unsere beiden und eine riesige graue Hündin.

Ich habe diese Szene ganz klar, ganz real erlebt. Ich glaube, niemand träumt nach so einer Aktion, der Tonfall der netten Krankenschwester, die uns alle bis zur tatsächlichen Landung in der Realität betreut hat und der ich meinen Traum erzählte, klang jedenfalls so. Man kann „JAJA“ sagen oder eben auch „Jaaaaaaa Jaaaa“, Untertitel, auweiha, die halluziniert vollkommen, braucht noch `ne Weile, bis sie wieder richtig hier ist.

Ich habe den Traum nicht vergessen können.

Zwei Tage nach der Untersuchung (Ergebnisse alle gut, puh) habe ich dann bei Facebook GENAU diese Hündin gesehen. Mich hat fast der Schlag getroffen.
Gut, dass ich gesessen habe!!!!!
Als wäre das nicht schon genug gewesen, wurde sie auch noch von jenen wunderbaren Engelfrauen des Tierschutzes gepostet, von denen wir unsere Flika bekommen haben (auch genannt das rumänische Kuschelkissen, weil sie sie lieb ist und ihr Fellchen so weich).
Gant klar – sofortige Kontaktaufnahme.
Das Tier war noch in Rumänien, tatsächlich eine Hündin, eine Seele von Wesen, ehemaliger Kettenhund, mehrfach Welpen bekommen, kein guter Zustand, aber lieb zu allen Tieren und Menschen und ein richtig großer Hund. Umpf. …mein Mann und ich wollten eigentlich keinen großen Hund, zwei kleine sind im Alltag besser zu handeln. Und zwei sind eigentlich sowieso genug …

Zufällig fiel in diesem Telefonat ein Satz, der mich derart wuchtig direkt ins Mark getroffen hat wie kaum ein Satz jemals zuvor:

„Ach übrigens, die beiden Welpen, mit denen Flika im Winter 2016 aufgegriffen wurden, sitzen noch immer in jenem Shelter, aus dem heraus sie nach Deutschland vermittelt wurde. Sie sind totale Angsthunde geworden ….“.

Schlag in die Magengrube. Fassungslose Leere im Hirn. Herzrasen. Schnappatmung.

Wie bitte?

Unsere Flika ist ein Engel, die beiden haben doch sicher Potential.
Fotos bitte. Zwei Rüden, panisch-ängstliche Augen. Einer sieht genauso aus wie seine Mutter, der andere schwarz, ist noch ängstlicher. Beide grundverträglich mit allen Artgenossen.

Nachdem mein Gehirn eine lange Weile einem leeren Bildschirm glich, der restliche Körper aber mit einem Pulsschlag kurz vor dem Explodieren wummerte, habe ich mehrfach tief atmen müssen um mich wieder zu fassen.
Dann kam die Wende.
Mein Körper beruhigte sich und mein Gehirn begann langsam aber unaufhörlich Lösungsideen zu produzieren. Man sagt ja immer, Tiere finden ihre Menschen, nicht umgekehrt. Dann haben die zwei uns hier eindeutig gefunden und an Zufälle habe ich noch nie geglaubt. In den darauf folgenden Tagen habe ich stundenlang im Internet recherchiert, Anfragen gestellt und Absagen kassiert. Angsthunde aus dem Tierschutz sind ein großes Thema, kein Wunder, bei den Zuständen, unter denen die leben mussten, wie sie behandelt wurden – und ihre fachgerechte Behandlung alles andere als einfach. Sicher tut man manchen wirklich keinen Gefallen, sie überhaupt resozialisieren zu wollen aber in diesem Fall wollte ich nicht aufgeben, es sind junge Hunde und sie sind nicht aggressiv. Es ist ja schrecklicherweise keine Seltenheit in rumänischen Tierheimen, eigentlich überall auf der Welt, dass dort Welpen hängen bleiben, die nicht vermittelt werden. Oft kommen diese Hunde, die niemand will, in die Tötungen. Ein Alptraum an Vorstellung. Ich wünsche mir so sehr eine Welt ohne Tierleid, aber naja, das ist wohl ein bisschen zu idealistisch …
Trotzdem war meine Mission ganz klar: Flikas Söhne retten. Aufgeben war irgendwie keine Option, aber mit jeder Absage wackelte meine Hoffnung ein bisschen mehr. Irgendwie wurde es immer aussichtsloser und ich immer deprimierter.

Zwischendurch erfuhr ich, dass die wunderbare große Hündin schon auf einer Pflegestelle in Deutschland gelandet war … wie mich das freut und berührt, sie hat sicher das Glück, bald vermittelt zu werden und ihre Menschen zu finden. Wie schön für sie, wie wunderschön!!

Unter all den Kontakten, die ich für „meine Beiden“ angeschrieben hatte, war auch eine Frau, die sich auf die Resozialisierung von Angsthunden im Tierschutz spezialisiert hat und immer einige von ihnen bei sich aufnimmt. Klar, dass diese Plätze ständig ausgebucht sind. Die Filme, die sie über die Entwicklung ihrer Schützlinge ins Netz stellt, sind unfassbar anrührend, sie schafft was niemand sonst schafft. Sie ist eine Hundeflüsterin, gar keine Frage. Und sie war von Anfang an meine Favoritin.
Als ich mit meinem Mann spät abends vom Geburtstagsessen zurück gekommen bin, hat der gute Rotwein mir noch mal einen Schubs Mut gegeben und ich habe ihr wieder geschrieben.

Resultat: Ihre wunderbare Oma hat am gleichen Tag Geburtstag und gerade ist ein bisschen Platz im Haus. Sie nimmt sie ….. die Zwei bekommen eine Chance!

Meine Tränen liefen in Sturzbächen, vor lauter unfassbarer Freude, pures Glück, da öffnet sich das Herzchen ganz, ganz weit. Mein aller-aller schönstes Geburtstagsgeschenk!!!!

DAS ist die Chance, auf die ich so sehr gehofft hatte. Wenn alles geklärt ist, können sie in ein paar Wochen ausreisen und bei ihr einziehen.

Und wieder gibt es keine Zufälle, denn klar – so eine intensive, liebevolle Betreuung kostet Geld. Bei zwei Hunden nicht wenig und ich rechne eher in vielen Monaten als in Wochen, aber diese Hundeflüsterin verdient jeden einzelnen Euro, ohne wenn und aber!
Gerade jetzt wird „zufällig“ eine kleine Lebensversicherung fällig, die ich in jungen Jahren auf Anraten eines Freundes abgeschlossen habe. Herrlich! Ich glaube, ich habe noch niemals mit größerer Freude Geld ausgegeben als in diesem Fall.
Andere würden vielleicht sagen, du spinnst. Kauf dir doch was Schönes von dem Geld.
Ich hab aber schon was Schönes. Ein Leben in Sicherheit, mit Freude, Ruhe und genug zu Essen. Und das wünsche ich mir für jeden Menschen und auch für jedes Tier.
Deswegen kaufe ich den beiden jungen Rüden jetzt eine einmalige Chance. Da bekommt das Wort Lebens-Versicherung doch mal eine ganz neue Bedeutung.

Fazit: Hör nicht auf, an das Unmögliche zu glauben! Manchmal gibt dir das Leben eine Chance, mit der du schon gar nicht mehr gerechnet hast. Dann greif zu und nutze sie.

Eine schöne „unmögliche“ Woche noch!

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