So, jetzt dürfen wir offiziell und virenfrei wieder raus. Corona ist überstanden und wir setzen unsere Füße wieder zurück ins Leben, das geht mal schwankend, mal zügig und dann wieder ein bisschen langsamer, aber so ist es.

Etwas anderes ist viel schlimmer: Es ist schon hart, wenn du rauskommst, die Kürbisse gerade verdaut hast und dann ist auf einmal Weihnachten. Advent-Gestecke an den Blumenläden. Die haben sie doch nicht mehr alle! Viel zu früh, in diesem Jahr.

Dachten wir.

Bis wir festgestellt haben, dass uns mal eben schlappe drei Wochen fehlen. Das wirft zurück, kann ich euch sagen. Ich habe noch nicht mal 4 adventlich-geeignete Kerzen irgendwo rumliegen, die ich auf ein Tellerchen stellen und mit Lametta bewerfen könnte.

2020 sieht nach Teelicht-Weihnacht aus. XXS -Xmas light, sozusagen. Passend zum Lockdown light. Jetzt, wo ich wieder unterwegs sein darf und Einkaufen kann, muss ich da wohl dringend etwas unternehmen und hübsche Kerzen besorgen. Allerdings habe ich bei meinen ersten „Ausgängen“ nach der Quarantäne so ein wildes, unbändiges Freiheitsgefühl gehabt – und musste feststellen: Corona hat was mit mir gemacht.

So eine Ruhezeit -und auch ein Lockdown- haben die Qualität einer Lebens-Steinschleuder. Ganz langsam entwickelt die erzwungene Ruhe ihre eigene Kraft, zieht das innere Geduldsfädchen immer weiter an … bis es nicht mehr weitergeht! Dann will die Seele einfach wieder vorwärts schießen, raus, umarmen, Freunde treffen, lachen, fremde Welten bereisen. Teilhaben … und meine Seele möchte das auch gerne ZACKIG.

Schnell sein macht manchmal einfach Spaß. Okay, aufgrund mangelnder Kondition ist das körperlich-muskulär noch ein bisschen schwierig. Aber im Auto, da geht noch was! Zügig Auto fahren macht Spaß. Dachte ich. Aber entweder sind tatsächlich viele, viel langsamere, ältere Herrschaften in ihren Autos auch immer gerade dann unterwegs, wenn ich es bin (die alle zu dieser Jahreszeit vielleicht sonst in Spanien wären, wer weiß), oder meine Nerven sind im „postviralen-Corona-Modus“ strapazierter als sonst. In den letzten Tagen habe ich viele Atemübungen im Auto machen müssen, um mich zur Ruhe zu zwingen und mehr als zwanzig Zentimeter Abstand zum Vordermann zu lassen. Viele, viele Atemübungen. Dabei habe ich während der erzwungenen Lockdown- und Quarantäne-Zeiten 2020 ja durchaus Gas gegeben. Im Sitzen. Beim Schreiben. Und dadurch sind traumhafte Dinge wahrgeworden. Denn während ich meinen matten Körper geschont habe, damit der die Herrschaft über die Viren zurückgewinnen kann, haben im Hintergrund die Heinzelmännchen von der imageDRUCK+MEDIEN GmbH ein neues Buch gedruckt.

Hurra!!!

Am Mittwoch wird geliefert.

`Die letzte Hexe vom Mont-Saint-Michel. Teil I.: Der Schatten der Ahnin`

Ich freue mich sooooo sehr! Und kann Ihnen, lieber Dirk Rütgers und dir, wundervoll kreative Julia Rigo gar nicht genug danken. Es ist immer wieder ein Fest, mit diesem Team zusammen zu arbeiten!

Also habe ich gedacht, wenn schon mein Körper Ruhe braucht und weit weg von seinem sonstigen Fitness-Zustand ein bisschen vor sich hin modert, dann kann ich wenigstens meinen Kopf benutzen. Und der hat dankenswerterweise tatsächlich auch während der Corona-Quarantäne gut funktioniert. Ich konnte in den zurückliegenden drei Wochen fleißig an Band zwei arbeiten (von insgesamt drei Bänden). Was soll ich sagen: Das hat super funktioniert …. Ein Kapitel fehlt noch, dann geht auch dieses Manuskript in die Korrekturphase. Weihnachten ist also gar nicht mehr nötig, wenn ich es richtig überdenke. Meine größte Freude kommt ja schon viel früher: Am Mittwoch. Für mich wird damit ein Traum Wahrheit, denn dieses Buch bedeutet mir unendlich viel.

Oder, um es mit Walt Disney zu sagen: „Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen“. Okay, Mut hatte ich. Ein tolles Team auch. Und Corona. Das reicht ja erstmal ….

Schöne Woche noch, träumt was Schönes – und bleibt bitte alle gesund!