Eine sehr schöne und bewegende Woche liegt hinter mir. Sie stand in zweifacher Hinsicht unter dem Motto „Freundschaft“. Warum?

Weil mich meine beste Freundin, die ich schon seit der Studienzeit aus meinen Hamburger Jahren kenne, in meinem Ferienhaus am Meer besucht hat. Happy Place mit Herzensschwester – das ist Glück pur! Unsere Männer hatten Termine in dieser Woche, also haben wir Frauen es uns mit den beiden Hunden gemütlich gemacht. Was haben wir zwei schon alles hinter uns: Zwei Studiengänge und Prüfungen, einen Doktortitel, zwei Beförderungen, einen Praxisaufbau in Hamburg und einen in Aachen, drei Trennungen, ein Baby und eine Scheidung, mussten drei kranke und sterbende Elternteile begleiten, meinen Wegzug aus Aachen tränenreich meistern. Dann schlossen sich gemeinsame Zeiten in Hamburg, Aachen, auf dem Mont-Saint-Michel, in Österreich und an der Ostsee an … die Liste ist lang. Die Freundschaft auch. Das ist echtes Glück.

Und am 9. September, genau in der Mitte meiner Freundschaftswoche, gab es noch etwas zu feiern: Unsere kleine Hundefreundin, die rumänische Fellnase Flika ist seit exakt 3 Jahren bei uns. Sie kam am 9.09.2017. Sie ist so ein Engel, war es von Anfang an. Ein misshandelter Straßenhund, der leider nur ein Äuglein hat, mit dem sie aber direkt in die Seele zu schauen scheint! Sie hat ein riesiges Herz für alle Menschen und nie Probleme mit anderen Hunden hat. Ein wirklicher Engel auf 4 Pfoten.

Aber was bedeutet denn nun eigentlich Freundschaft aus psychologischer Sicht genau? Aus gegebenem Anlass habe ich mal gegoogelt und das hier gefunden: Psychologie – Freundschaft. Von Christiane Tovar.

„Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern“, schrieb Aristoteles. Gute Freunde, langes Leben:Freunde tun gut, denn wer es schafft, gute Beziehungen aufzubauen, steigert damit sein Wohlbefinden. Wer funktionierende soziale Beziehungen hat, ist zufriedener und gesünder als Menschen, die isoliert leben. So verringert sich etwa das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen. Wissenschaftler haben außerdem herausgefunden, dass Menschen, die zum Beispiel in Prüfungssituationen von Freunden begleitet wurden, weniger Stresshormone ausgeschüttet haben. Sie fühlten sich ruhiger und sicherer als diejenigen, die keine Unterstützung hatten.

Wer gute Freunde hat, scheint auch einen anderen Blick auf das Leben zu haben. Mit vertrauten Menschen an der Seite werden Probleme als weniger bedrohlich empfunden. Außerdem hat man an Tagen, an denen man Freunde trifft, ein höheres Selbstwertgefühl.

Eine weitere Erkenntnis der Wissenschaftler: Freunde spielen als „lebensverlängernde“ Maßnahme eine viel wichtigere Rolle als die eigenen Kinder oder andere Verwandte. Das liegt möglicherweise daran, dass man sich Freunde selber aussuchen kann.

Allerdings wirkt sich die Freundschaft nur dann positiv aus, wenn es sich dabei um eine vertrauensvolle und gleichberechtigte Beziehung handelt und die Freunde gemeinsam „durch dick und dünn gehen“. Reine Zweckbündnisse oder Beziehungen, die nicht in die Tiefe gehen, haben keinen Einfluss auf die Lebenserwartung. Tja, was soll ich sagen? Ich glaube, ich bin in dieser Woche glatt jünger geworden …Ein hoch auf die Freundschaft.

Schöne, freundschaftliche Woche noch!