Mein größtes Problem liegt in diesen Advent-Tagen und Wochen wirklich darin, viel zu früh müde zu werden. Immer wenn es dunkel wird, habe ich das Gefühl, ich müsste sofort, gleich jetzt und ohne Umwege ins Bett. Ist halt nur schwierig, wenn es 17.00 Uhr ist.
Eigentlich finde ich es total gemütlich, bei Kerzenschein
ein bisschen zu schreiben, Weihnachtsgeschenke zu verpacken oder die ersten Weihnachtskarten fertig zu machen.
Mein Antrieb aber meint: Nö. Mag nicht. Will faul sein und schlafen.

Eine Weile habe ich versucht, dem zu wieder stehen, was mich enorm angestrengt hat. Also habe ich es mit dem wissenschaftlichen Ansatz des „Verstehens“ versucht und mal wieder recherchiert. Das hier habe ich im Netz gefunden:

Herbst- und Winterblues – Darum sind Sie zur Zeit so antriebslos:

Warum schlägt die kalte Jahreszeit aufs Gemüt?
Der Hauptgrund ist der Mangel an Tageslicht. Das hemmt die Produktion des Muntermacherhormons Serotonin. Gleichzeitig schüttet der Körper bei Lichtmangel zu viel von dem Schlafhormon Melatonin aus – Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind die Folge.
Aha!

Wie viele Menschen sind betroffen?
Nach einer früheren Umfrage der Techniker Krankenkasse verschlechtert sich bei fast jedem Dritten im Herbst und Winter die Stimmung, Frauen fallen dabei häufiger in ein Tief als Männer.

Was hilft gegen das Stimmungstief?
Sport und Bewegung an der frischen Luft bringen die Serotoninproduktion und den Kreislauf in Schwung. Selbst bei grauem, bewölktem Himmel ist das natürliche Tageslicht noch drei- bis viermal so stark wie die Zimmerbeleuchtung. Möglichst eine halbe Stunde sollte nach dem Rat von Experten deshalb jeder täglich nach draußen gehen. Bei einem stark empfundenen Herbstblues kann auch eine Lichttherapie mit extrem hellen Lampen helfen.

Hilft körperliche Nähe?
Einige Forscher empfehlen auch Kuscheleinheiten gegen den Herbstblues. Schon eine zehnminütige Massage pro Tag könne die Stimmung aufhellen. Dazu braucht es keinen professionellen Masseur. Durch die Berührungsreize werden bestimmte Hormone und Neurotransmitter im Gehirn ausgeschüttet und gebildet, die sich positiv auf den körperlichen Zustand auswirken.

Worauf sollte bei der Ernährung geachtet werden?
Ananas, Bananen, Weintrauben, Schokolade und Fisch fördern die Ausschüttung von Serotonin. Das in Seefisch enthaltene Jod regt außerdem die Schilddrüsenfunktion an und bringt den Stoffwechsel der Zellen in Gang.

Was lernen wir daraus, also außer der Tatsache, dass mal wieder die Hormone schuld sind? In der Mittagspause schnell nach draußen, einen schönen Spaziergang machen, abends eine Runde mit dem Partner und den Haustieren kuscheln, zum Abendbrot Fisch servieren und danach Schokolade knabbern. Klingt doch gut …

Die letzten Tage bin ich am Meer gewesen und hab das genauso gemacht, bin sogar länger als nur eine halbe Stunde am Tag draußen gewesen und hab auch richtig viel gute belgische Pralinen weggeknabbert. Meine Stimmung war immerhin super, schön war das. Müde bin aber trotzdem immer dann geworden, wenn es draußen finster wurde.
Der einzige Unterschied: Jetzt bin ich 2 Kilo schwerer als vorher, Muskeln sind das jetzt nicht wirklich, da muss ich ehrlich sein.

Advent, Advent, ein Kilo kommt, erst ein, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steh ganz fett ich in der Tür.

Das war so nicht gemeint, glaube ich … Und jetzt? Hm, ich werde mir was überlegen müssen. Schwierig, wird nämlich schon wieder dunkel … vielleicht löse ich das Problem gleich morgen früh. Jetzt möchte ich eigentlich mit den Hunden auf die Couch. Mein Schweinehund sitzt schon da und freut sich … und ein paar winzig kleine Pralinen hab ich noch. Die sind so klein, die fallen ganz sicher nicht ins Gewicht.

Schöne und leckere Adventswoche noch!