Jetzt sind sie also draußen, die Briten. Softer Übergang, aber raus. Nun sind es noch 27 kleine und große Länderlein, die um den Tisch der EU sitzen und versuchen, eine Gemeinschaft zu formen.
Wie bei allen Medaillen gibt es auch beim Brexit zwei Seiten. Die einen sagen „Große Tragödie“, die anderen meinen, „Lovely“. England werde die neue Schweiz. Weil man ja nun eine Steueroase werden könne, selbst bestimmt und ganz flexibel handeln könne.
„Well“, schwierig sind sie in der EU wohl schon immer gewesen, anders eben. British. Exzentrisch. Wollten dies nicht und das schon, jenes mit „Special Price“ oder gar nicht und bitte immer „Nice“. Damit isses jetzt aus, aber traurig ist es trotzdem ein bisschen. Sie waren dabei und haben eine gewisse Würze gegeben. Wir Festlandeuropäer können jetzt gucken, wie das so weitergeht. Erstmal ändert sich ja quasi nix, aber mit Ablauf des Jahres sicherlich.
Ich bin England, holt mich hier raus … hat geklappt, aber was machen nun eigentlich die Iren und die Schotten?
Abwarten und Tee trinken … war doch schon immer ein gutes Rezept von der Insel !

Eine Sensationsnachricht der ganz anderen Natur aus London weiß in Zeiten von Brexit und Co diese Quelle zu berichten:
RP Online: London.
2008 gründete Gwyneth Paltrow (Amerikanische Schauspielerin, ca 50 Jahre alt) einen Online-Shop namens „Goop“. Jüngst machte sie mit einer Duftkerze Schlagzeilen – die an den Geruch ihres Intimbereichs erinnern soll.

Nun warnt die britische Gesundheitsbehörde vor den angebotenen Produkten. Der Chef der britischen Gesundheitsbehörde NHS, Simon Stevens, hat sich mit Hollywoodstar Gwyneth Paltrow angelegt. Mit ihrer Lifestyle-Marke Goop und ihrer neuen Serie auf Netflix biete Paltrow „Quacksalbern, Scharlatanen und Spinnern“ eine Plattform, die potenziell gesundheitsgefährdende Produkte anböten, sagte Stevens am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Oxford. Gwyneth Paltrows Marke bietet ’übernatürliches Vampir-Abwehrmittel’ feil, sagt, dass chemisch hergestellte Sonnencreme eine schlechte Idee sei, und bewirbt Darmspülung und selbst gemachte Kaffee-Einlauf-Maschinen“, sagte Stevens.

Die britischen Gesundheitsbehörden warnten davor, solchen Behauptungen Glauben zu schenken. Fehlinformation schade dem Gesundheitssystem, sie habe auch zu zahlreichen neuen Masernerkrankungen geführt, sagte Stevens.

Eine Sprecherin von Goop sagte, die Firma nehme es mit Angaben zur Effektivität der vorgestellten Produkte sehr genau. Ein Team aus Anwälten arbeite mit Wissenschaftlern zusammen, um sie zu überprüfen.

In dem „Lifestyle Portal“ konnte man diese Kerze (war als Gag gedacht, wurde aber tatsächlich hergestellt!!) übrigens für schlappe 67 Dollar erwerben. Der Artikel ist längst ausverkauft und konnte nur nach Vorbestellung auf einer Warteliste bezogen werden.

Was lernen wir daraus? Es gibt Exzentriker auf der ganzen Welt und eine kleine reiche Gemeinde in Hollywood hat sich wohl schon daran gemacht, mit solchen oder ähnlichen „Nischen-Produkten“ via Lifestyle Portalen“ eine gewisse britische Verrücktheit nach zu stellen. Das ist zwar sehr, sehr merkwürdig und hat auch so ein Geschmäckle eines verzweifelten Versuches, in reiferem Schauspielerinnenalter wieder mal Publicity zu erhaschen, klingt nach „Taste isolated“ mit einem Hauch „America first“, tut aber nix.
Die wollen nur spielen, die Engländer und manche Amerikaner auch. Blöd nur, wenn aus Spiel Trump wird und man feststellen muss, dass 27 andere jetzt in der alten Kita in Brüssel bleiben. Wo man selber nicht mehr hinkommen darf … gut oder schlecht? Werden wir sehen.

Ich koch jetzt erstmal Tee.

Schöne verrückte Woche noch!