In dieser Woche konnte ich es mir gönnen, morgens ein wenig länger zu schlafen. Mein kleines Rudel und ich waren mal wieder im Ferienhaus am Meer, während Herrchen ein paar Tage schöne Schwünge auf den Skipisten am Gletscher in den Schnee malte. Aus ökologischer Sicht haben wir natürlich vorher abgewogen, ob das in Ordnung ist, klar, das macht man jetzt so. Aber da er schon seit Jahren Vegetarier ist und Fleischkonsum aus ökologisch-ethischer Sicht ja nun das aller- aller- allerschlimmste ist, sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass ein paar Tage Gletscherskifahren drin sein müssen. Wie heißt es so schön? Wir brauchen nicht den einen „Vorzeige-Öko“, wir brauchen viele kleine „unperfekte“ Ökos, die im Leben immer ein bisschen mehr ändern. Voila, das tun wir ja schon.

Wenn es morgens dunkel ist, liege ich gerne länger im Bett. Mit ein oder zwei Hunden, versteht sich, kuschelgemütlich ist das. Komischerweise ist meine kleine Hündin Flika auch eher ein „Längerschläfer“ so wie ich. Auf so richtige „Langschläfer-Tendenzen“ haben wir dabei allerdings überhaupt keine Chance, denn Nicki beginnt irgendwann zu „singen“, wenn er meint, wir müssten aufstehen. Und das ist recht zuverlässig immer dann der Fall, wenn es hell genug geworden ist, um an den Spaziergang zu denken.

Sonnenaufgang = Hell werden = Spazieren gehen!!! Jetzt.
Total einfache Cairn-Terriergleichung.

Sicher war er im früheren Leben mal ein Hahn … oder hat von ihnen lernen dürfen, wie man Menschen mehr oder weniger melodisch aus dem Schlaf holt. Übrigens wird der Gesang immer lauter, wenn man nicht zügig aufsteht. Schöner nicht, nur drängender. Da sind sich Herrchen und Hund wiederum nicht unähnlich, also nicht, dass mein Mann morgens singen würde, aber er ist in unsrem Hause unbesehen der Frühaufwacher.
Ich halte also fest: Bei uns schlafen die Damen länger, die Herren eher nicht.

Und was lese ich zu meiner Freude in der letzten Woche im Internet:
Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer –
weil ihr Hirn härter arbeitet

DEN Artikel habe ich sofort verschlungen, denn er ist auch noch lustig geschrieben. Lest selbst;
„Brauchst du ein gutes Argument, weshalb am Wochenende dein Mann das Frühstück vorbereiten sollte? Kein Problem, hier hast du es: Da du eine Frau bist, brauchst du pro Nacht 20 Minuten mehr Schlaf. Weil dein Gehirn komplexer ist.
Hach, haben wir es doch gewusst! Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer! Das besagt laut Daily Mail zumindest eine Studie der Loughborough University. Generell brauchen Menschen sowieso mehr Schlaf als den meisten Menschen bewusst ist. Selbst wenn man sich selbst auch mit wenig Schlaf fit und leistungsfähig fühlt, sollte man langfristig nicht unter sieben bis neun Stunden jede Nacht schlafen. Das macht nämlich unzufrieden, feindselig und krank. Aber die Damen der Schöpfung brauchen eben im Durchschnitt noch 20 Minuten mehr, um gesund und gut gelaunt durch den Tag zu kommen.
Woran es liegt, dass wir so viel schlummern müssen
Eine Erklärung für den erhöhten Bedarf an Schlaf bei Frauen haben die Wissenschaftler natürlich auch. Unsere Gehirne brauchen einfach länger zum regenerieren, weil – jetzt kommt es – unser Gehirn aufwendiger vernetzt ist als das von Männern. Auch dafür gibt es selbstverständlich eine evolutionstheoretische Begründung. Wir Frauen mussten jederzeit und egal welche andere Tätigkeit ausführend immer ein wachsames Auge auf unsere Kinder haben und empathisch auf die Bedürfnisse unserer Sippe reagieren. Deshalb sind unsere Gehirne auf eine andere Form der Wahrnehmung ausgelegt. Während bei Männern die einzelnen Gehirnhälften oft etwas dichter vernetzt sind, ist bei uns das Teamwork der beiden Gehirnhemisphären besser ausgebildet. Und da das einfach viel komplexer ist, ein gut funktionierendes Team in Schuss zu halten, brauchen wir mehr Ruhe.

Warum zum Teufel haben dann nicht die Männer Brüste???

An dieser Stelle müssen wir dann aber wirklich auch mal die Biologie in Frage stellen. Wenn Frauen schon mehr Schlaf brauchen, wieso haben Männer dann keine Brüste zum nächtlichen Stillen? Wär doch mega sinnvoll, uns nicht beim wichtigen Schlafen zu unterbrechen, wo wir doch eh viel schwieriger auf unsere Stunden kommen. Doch ehrlich gesagt würde das auch mit Männermilchbrüsten nicht funktionieren, weil die meisten Kerle nicht nur kürzer, sondern auch tiefer schlafen. Sie würden also oft gar nicht bemerken, dass das Kind Hunger hat. Außerdem ist die Vorstellung von Männerbrüsten ja auch nur so semisexy. Bleibt uns wohl also keine andere Wahl als uns ein paar Jahre unseres Lebens zombihaft durch den Alltag zu schummeln und unseren Liebsten gelegentlich eine kleine schlechte-Laune-Attacke zuzumuten. Vielleicht die Prise Motivation, die es braucht, um uns wenigstens am Wochenende ausschlafen zu lassen. Ist wichtig. Sagen schließlich sehr kluge Menschen und denen sollte (in diesem Fall) MANN glauben.“

(Quelle: www.msn.com/…/studie-frauen-brauchen-mehr-schla…/ar-AAJv7hR…)

Gut geschrieben, oder?
Einzig: Mit schlappen 20 Minuten mehr als mein Mann komme ich nicht hin. Ich brauche eher (mindestens) eine Stunde mehr, bei prallvollen Arbeitstagen auch noch einen Mittagsschlaf, ein sogenanntes „Power-Napping“ und WEHE da stört mich jemand!!!!! Der lernt aber meine Pitbull-Seite kennen, da verliere ich jegliche Freundlichkeit. Schlaf ist für mich körperliche Regeneration, Psycho-Computer-Runterfahren und seelische Erholung in einem. Kurz: Lebenswichtig.
Nimm mir eine Zeitlang das Essen weg – macht nichts. Heißt ja heute Intervallfasten. Kann ich gut.
Nimm mir eine Zeitlang den Schlaf weg – du wirst mich nicht mehr mögen!

In diesem Sinne: Schlaft gut in dieser Woche!