Liebe Schwestern, es wird immer deutlicher und allmählich auch wissenschaftlich bewiesen, was wir alle längst wissen:
Ohne uns Weibsbilder geht gar nichts!
Die Titelzeilen mehren sich, nie war so deutlich, dass die Frau die Krönung der Schöpfung ist. Es heißt ja auch DIE Krone der Schöpfung, nicht DER Krone der Schöpfung.

In der zurückliegenden Woche konnte ich zum Beispiel lesen, dass die Qualität einer Ehe einzig an der Ehefrau liegt. Wenn diese es schaffe, in Streitsituationen einzulenken, sich zurück zu nehmen und verständnisvoll zu reagieren ohne ebenfalls zu toben und zu brüllen, sei die Ehe harmonisch und werde als sehr gut bewertet. Das Verhalten der zugehörigen und ebenfalls getesteten Ehemänner war nur insofern von Bedeutung, als dass sie die Verhaltensweisen ihrer Frauen zu schätzen wussten und sich im Alltag NICHT abwertend ihr gegenüber verhielten.
Ok., bisher dachte ich immer, eine Ehe führen zwei Menschen, aber ich lerne gerade dazu, eine Ehe führt die Frau. Basta.
Einen Tag später lese ich dann mit großem Staunen, dass die Rettung der Welt Frauensache ist. Ups, das auch noch???? Wie soll ich das denn bitte verstehen?
Wir retten nicht nur unsere Ehen sondern gleich die ganze Welt?
Nach der Lektüre dieses Artikels war ich aber vollends überzeugt, denn irgendwie liegt das mit der weiblichen Retterin auf der Hand. Warum? Darum:
Die Frauen bringen ihren Nachwuchs auf die Welt, kümmern sich noch immer in erster Linie um die Kids und die sollen was anständiges essen, davon profitieren übrigens auch die Männchen in der Gemeinschaft, denn für diese wird oft auch der Versuch einer guten Ernährung unternommen. Frau fragt schonmal nach, was drin ist im Breichen für die Kleinen, was in der Milch denn noch so steckt und woher das Gemüse und das Fleisch kommt, das verzehrt wird. Da Männer im überwiegenden Maße überhaupt viel mehr Fleisch konsumieren, darf man sagen, dass Frauen quasi schon alleine aufgrund ihrer gemüselastigeren Ernährung besser für die Umwelt sind. Viel Fleisch braucht viel Weideflächen und deswegen holzen und brennen die mächtig männlichen Wesen im Amazonas gerade den Wald ab, damit diese Weideflächen für die armen Rinder herhalten müssen, die Mann dann schlachtet und isst.
SIE sorgt also für die Familie, schenkt Leben, nährt, erzieht, informiert sich und die anderen, tauscht sich aus, kauft möglichst fair, unverpackt und Bio. Da Frauen es ja schon in ihren Ehen praktizieren, deeskalierend zu agieren um diese zu pflegen, versuchen sie auch, gute Freundschaften und nachbarschaftliche Kontakte zu pflegen, um für Unterstützung und Hilfe zu sorgen. Bei Stress und Konflikten versuchen sie zu schlichten, was auf jeder Ebene gut tut – im Kleinen und im Großen, bis hin zur politischen Bühne. Junge bezopfte Mädchen aus Pippi Langstrumpfland machen alten Männern vor, wie man Massen mobilisiert und zwar ohne sich zu hauen und Kriege zu führen, sich aufzuplustern und Drohgebärden zu twittern.

Frauen und Männer ticken anders, das ist klar, eine Tatsache, die auf der Hand liegt. Aber wo liegt bitte schön die Ursache von all diesen Verhaltensweisen?

Auf der Suche nach guten Studien, Belege oder Artikel habe ich den hier auf der Internetseite von spektrum.de gefunden, aus dem ich ein paar Auszüge zitiere:

Heidegard Hilbig: Geschlechtsunterschiede aus neurowissenschaftlicher Sicht

Unterschiede in der Gehirngröße:
Wenn man ein menschliches Gehirn vor sich hat, kann man nicht nur von der Betrachtung her sagen, ob es männlichen oder weiblichen Ursprungs ist. Rein statistisch beträgt die durchschnittliche Hirnmasse (Gehirngewicht) bei der Frau 1245 g und beim Mann 1375 g. Da es eine Korrelation zwischen Hirnmasse und Körpermasse gibt und Frauen im Durchschnitt kleiner sind als Männer, leitet sich daraus zunächst auch ein kleineres weibliches Gehirn ab. Das Verhältnis von Hirnmasse zu Körpermasse verschiebt sich nach einigen Untersuchungen sogar zu Gunsten des weiblichen Geschlechts: Die Hirn-Körpermasse-Relation beträgt danach bei der Frau 1:46 (22g Hirnmasse pro kg Körpermasse) und beim Mann 1:50 (20g pro kg). Allerdings gibt es inzwischen auch neuere Befunde, die wiederum zum gegenteiligen Schluß kommen. In jedem Fall sagen solche Durchschnittswerte jedoch nichts über die geistige Leistungsfähigkeit eines bestimmten Individuums aus – Ausnahmen bestätigen dabei wie immer die Regel. Ein besonders kleines Gehirn muß daher nicht zwangsläufig einer Frau gehören; es kann ebenso einem kleinen Mann zugeordnet werden.

Hormonale Grundlagen des menschlichen kognitiven Verhaltens:
Das Hauptresultat diesbezüglicher Forschungsergebnisse lautet, daß Männer und Frauen sich in der Art ihrer Intelligenz unterscheiden, und zwar vor allem in ihrer Art, abstrakte Aufgaben zu bewältigen. Die hormonabhängige Differenzierung beginnt beim Menschen in einer frühen Embryonalphase der vorgeburtlichen Entwicklung.
Der ursprüngliche Bauplan ist weiblich.
Gegen Ende des zweiten Embryonalmonats bilden sich bei Vorhandensein von X- und Y-Chromosom die männlichen Keimdrüsen aus. Diese Keimdrüsen, die Hoden, beginnen im Normalfall mit der Produktion von Androgenen (den männlichen Hormonen). Störungen in der Hormonbildung haben eine unvollständige Maskulinisierung (Vermännlichung) zur Folge. Die männlichen Hormone bewirken nicht nur die Maskulinisierung von primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen, sondern leiten auch spezifische Differenzierungen im sich entwickelnden Gehirn ein.

Geschlechtsabhängige Problemlösestrategien:
Probleme, bei deren Lösung Frauen Männern überlegen sind, lassen sich wie folgt aufzählen:
1) Frauen sind besser bei optischen Wahrnehmungen, bei denen es auf die Geschwindigkeit, das detailgetreue Erinnerungsvermögen und die Entscheidungsschnelligkeit ankommt.
2) Frauen haben eine flüssigere Sprache, sprachlich den größeren Einfallsreichtum und können besser exakt rechnen.
3) Frauen verfügen über eine feinere Motorik der Hand.
4) Frauen besitzen eine höhere Wahrnehmungsgeschwindigkeit.

Männer sind dagegen bei den folgenden Leistungen im Vorteil:
1) Männer haben ein besseres Abstraktionsvermögen und sind bei mathemathischen Schlußfolgerungen Frauen überlegen.
2) Männer können besser zielgerichtet werfen und auffangen.
3) Männer haben ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen.
4) Männer zeigen bessere optische Leistungen bei Suchbildern, d.h. beim Auffinden versteckter geometrischer Figuren.

Geschlechtstypische Unterschiede beim Menschen sind im Bereich der Sinneswahrnehmungen gut untersucht: Frauen sind empfindlicher für Berührungen und Gerüche, bemerken schneller Veränderungen in der Anordnung von Objekten; Männer sehen im mittleren Gesichtsfeld besser, unterscheiden mehr Einzelheiten bei bewegten Objekten usw.

Ooooookay, liebe Schwestern, wir wollen die Unterschiede an dieser Stelle einfach nicht bewerten sondern nur genüßlich hinnehmen. Möge jede einzelne von euch entscheiden, ob es z.B. wichtiger für die Lebensgestaltung ist zielgerichteter werfen und fangen zu können und bei Suchbildern optisch bessere Leistungen zu haben oder über eine feinere Motorik der Hand, eine flüssigere Sprache, sprachlich den größeren Einfallsreichtum und bessere exakte Rechnungsfähigkeiten zu verfügen …
Mein persönlicher Lieblingssatz aus dem bisherigen Text ist im oberen Teil zu finden:
„Der ursprüngliche Bauplan des Gehirns ist weiblich!“
DAS ist mal eine echt verblüffende Aussage, finde ich.

Zusammenfassend kann man nur sagen, all diese netten oder spöttischen Sprüche, Artikel, Bücher oder Filme mit Themen wie „Frauen kommen von der Venus Männer vom Mars“ stimmen. Männer und Frauen passen irgendwie nicht grundsätzlich gut zusammen. Irgendwie unklug ist nur, dass die Männer immer wieder betonen müssen, das „starke Geschlecht zu sein“ und uns Frauen damit klein machen wollen.
Lasst das Jungs, der ursprüngliche Bauplan ist weiblich!

Rational gesehen wäre es für die Rettung der Welt also sinnvoller, Frauen Bindungen zu Bäumen nahe zu legen, denn die retten die Welt ja schließlich auch und das Umarmen von ihnen soll das Bindungshormon Oxytocin ausschütten, was übrigens auch beim Kuscheln mit Haustieren zutrifft.
Und Männer? Was machen wir jetzt mit denen? Drauf verzichten? Ist immer ungünstig. Besteuern zum Ausgleich der „Gender Gap“ in der Lohnzahlung? Denkbarer Ansatz. Am wichtigsten aber: Männer schulen. Es sollten flächendeckend und landesweit zügig entsprechende Volkshochschulkurse angeboten werden, in denen Männern weibliches Denken und Handeln vermittelt wird, so gut das eben nur geht. In kleinen Förderklassen natürlich. Geleitet von klugen und erfahrenen Lehrerinnen im Team, unterstützt von einem Sozialarbeiter mit Diplom in Behandlung von Männerschnupfen.
Aber dauerhaft auf die Kerle verzichten? Wäre irgendwie auch ganz schön schade, denn einige Exemplare sind ja trotz all ihrer Macken und Eigenarten doch sehr liebenswert.
Was grundsätzlich helfen könnte?
Wenn Männer sich mal ein bisschen weniger wichtig nehmen würden und einfach akzeptieren könnten, dass wir, die Weiber, Hexen und Feen dieser Welt, die besseren Menschen sind und uns dafür ein bisschen auf Händen zu tragen. Wenigstens zwischendurch, denn wer will bitte schön immer getragen werden, wenn er alleine Laufen kann? Gut, schnell und sehr erfolgreich können wir das nämlich während wir unsere Ehen und die Welt retten und das, wenn es sein muss auch noch auf High Heels.
Frauen, fangt an, euch wichtiger zu nehmen! Jede einzelne von euch ist wichtig, spitze und unersetzbar. Lasst euch nichts anders einreden. Nehmt sie ernst, eure Wünsche, Ziele, Träume, Ideen, Werte, euer Frau-Sein, einfach alles an euch.

Also, liebe Schwestern, Wert-schätzt euch und eure Fähigkeiten. Und wenn ihr einen tollen Mann an eurer Seite habt, den auch, er ist ein seltenes Prachtexemplar.

Schöne wonne-weibliche Woche noch!