Pilates ist für mich eine wirkliche Lebensleidenschaft geworden, auch wenn ich es nicht „dogmatisch“ sehen und betreiben möchte. Die Ideen von Joseph Pilates, dem Begründers dieser ganzheitlichen Gymnastikmethode, sind auch heute noch „in“ und irgendwie nie aus der Mode gekommen. Er hielt körperliche Bewegung, frische Luft, gute Ernährung und Körperhygiene für wichtig, daran hat sich auch Jahrzehnte später nichts geändert.

Seit ich ernsthaft und regelmäßig Pilates mache – also erst seit 2016-, habe ICH mich allerdings verändert. Ich bin eindeutig fitter geworden, beweglicher und habe ein viel besseres Muskelgleichgewicht aufbauen können – was ich in dieser Form nicht erwartet hätte.

Ich war zwar mit „ü-50“ die älteste Teilnehmerin in der Ausbildung zum Pilates-Trainer für die Matte, aber ich glaube, dass ich mich gerade deswegen ganz still so sehr darüber freuen konnte, dass mein Körper noch immer trainierbar ist, Fortschritte zeigt und mir bei konsequentem Turnen Übungen ermöglicht, zu denen ich früher schlicht nicht in der Lage gewesen bin. Ein herrliches Gefühl!

Manchmal berührt es mich unendlich, wenn ich in den Kursen sehen, dass auch die Teilnehmer auf einmal Übungen können, die lange nicht möglich waren – und das geht wirklich in jedem Alter bei regelmäßigem Training. Und es macht auch noch Spaß!

Aus meiner Sicht macht Pilates „ganzheitlich“ fit, fit für das Heute und fit für das Morgen, für unsere kommenden Lebenskapitel, die wir auf dem Lebensweg noch schreiben wollen.

Pilates ermöglicht uns dabei auch, zur inneren Ruhe zu finden, führt Geist und Körper in eine Balance und gibt der Seele die Möglichkeit, in Harmonie zu kommen. Diese Art der Bewegung berührt und „bewegt“ – und das nicht nur in körperlicher Hinsicht.

The rhythm of the body,

the melody of the mind

and the harmony of the soul

create the symphony of life.

(B.K.S. Iyengar)