Hallo Tag,

heute hast du lustiges Erleben im Gepäck gehabt.  Zunächst habe ich mir morgens Gedanken darüber gemacht, wie sehr mich doch das Zusammenleben mit meinen Hunden prägt. Beim Check-up in der Arztpraxis (diese Woche ist irgendwie meine Arztwoche mit allen möglichen Untersuchungen) stellte der nette Internist fest, dass meine Impfungen dran sind. Das verstehe ich. Die letzten Impfungen hatte ich als Jugendliche und einen Impfausweis besitze ich nicht mehr. Das ist also lange her, quasi jahrzehntelang verjährt. Also meinte ich -ganz ernst- Tollwut würde ich jetzt gleich machen lassen, das sei ja wichtig.

Der Internist legte darauf den Kopf leicht schief, betrachtete mich eine Weile wie einen verwirrten Alien und meinte, dass man Tollwut in Deutschland schon lange nicht mehr impfen würde.

Kam mir erstmal spanisch vor.

Er nickte langsam, schaute nochmal auf meine -unauffälligen und quietschgesunden- Gesamtbefunde und fragte vorsichtig, ob ich nicht vielleicht Tetanus meinen würde, was gern zusammen mit Diphterie geimpft würde. Beim Menschen. Innerlich war ich ein wenig verwirrt, äußerlich einen Augenblick lang zögerlich, aber dann hatte ich es auch schon. Ja klar!

Mensch Tollwut impft doch der Tierarzt bei den Hunden, die übrigens einen lückenlos geführten Impfpass haben. Ich habe da wohl was verwechselt.

Schön, wenn man über die eigenen Fehler lachen kann und das konnten wir beide an der Stelle herzlich.

Später am Nachmittag habe ich dann meine EMails und den Bürokram erledigt und im Internet schon wieder etwas zum Lachen gefunden, was eigentlich einen ernsten Hintergrund hat. Einen Pressetexte zum Thema „Gesundheit, länger Leben etc.“ wirklich wissenschaftlich aufgearbeitet und ganz ernst geschrieben:

pte20121217004 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Wer freihändig aufstehen kann, lebt länger

Körperliche Fitness von Muskeln und Skelett Indikator für Sterblichkeit

Rio de Janeiro/Marburg (pte004/17.12.2012/06:15) – Brasilianische Forscher sehen einen Zusammenhang zwischen der Mortalität und der Fähigkeit sich freihändig vom Boden zu erheben. Die Fitness von Muskeln und Skelett sei der beste Indikator für die Sterblichkeit, meinen Claudio Gil Araújo und Kollegen von der Klinik Clinimex in Rio de Janeiro http://clinimex.com.br . Für ihr Ergebnis experimentierten die Forscher seit 2002 mit Erwachsenen im Alter von 51 bis 80 Jahren. Die Pobanden sollten freihändig vom Boden aufzustehen. Dabei bewerteten die Forscher die Grundbewegungen der Testpersonen.

Im Verlauf der Studie sind 159 Probanden verstorben.

Die Mediziner stellten fest, dass die meisten der Tode überwiegend die Menschen ereilte, die niedrige Testergebnisse erzielt hatten. Daher errechneten die Forscher, dass die Sterblichkeit bei Menschen, die körperlich weniger fit sind, schneller sterben als Menschen, deren Muskel und Skelett gut trainiert sind. „Ich bin überzeugt davon, dass es einen Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und körperlicher Fitness gibt. Es wäre allerdings zu einfach, dies nur an der Beweglichkeit zu messen. Faktoren des Bewegungsapparates wie Kraft und Beweglichkeit spielen ebenso eine Rolle, wie das Herz-Kreislauf-System und viele weitere“, sagt Sandra Apelt vom Institut für Medizin der Philipps-Universität Marburg http://uni-marburg.de , Fachbereich Physiotherapie, gegenüber pressetext.

Test für Hausärzte empfohlen
Mediziner Araújo meint: „Sicherlich ist landläufig bekannt, dass die körperliche Fitness eines Menschen ihn länger leben lässt. Aber unsere Studie zeigt auch, dass ein hohes Niveau von Körperflexibilität, Muskelkraft und körperlicher Koordination nicht nur gut sind für die Verrichtung alltäglicher Bewegungen – sie haben auch einen günstigen Einfluss auf die Lebenserwartung.“ Auch Hausärzte könnten mit dieser einfachen Übung die Fitness ihrer Patienten testen. Man müsse dem Patienten lediglich vorgeben, ohne Hilfe der Hände vom Boden aufzustehen.

DAS ist doch mal ein einfacher Test!

Und was haben mein Mann und ich sofort gemacht? Sehr zur Freude unserer Hunde haben wir uns auf den Küchenboden gesetzt und in allen Formen versucht, ohne Hilfe der Hände aufzustehen.

Was soll ich sagen?

Klappt. Die Probanden sind wieder hoch gekommen. Aus reiner Bein- und Willenskraft. Aber unter lautem Gelächter!

Ich bin ziemlich sicher, dass unsere Vierbeiner uns sofort beim Psychiater anmelden würden, könnten sie anrufen oder Emails verschicken … sofort!

Aber schön ist das, wenn man so lachen kann. Lachen ist für mich wirklich eine richtig gute Medizin. Vielleicht sollte man das mal untersuchen … wie Lachen das Leben verlängert. Das wirkt bestimmt und eine Studie wird sich dazu doch sicher finden …