Hallo Tag,

heute habe ich dich mit vielen Terminen in meiner Praxis dicht ausgefüllt, dazu kam Schreibtischarbeit und ein kurzer Krankenhausbesuch, am Abend habe ich mir dann aber auch noch eine Stunde „Auszeit“ gegönnt – Pilates, mein Lieblingsgymnastikprogramm. Reines Wohlfühltraining.

Es ist herrlich, wie der Körper nach einem vollen -aber zutiefst erfüllten- Arbeitstag dabei wieder wach wird, Kraft tankt, sich richtig freut und die Akkus prall voll lädt.

Körper und Geist, das gehört wirklich zusammen, ist im besten Fall eine Einheit und so hat sich das heute angefühlt: Ich habe zunächst während der Arbeitszeit tagsüber meinen Geist hochkonzentriert herausgefordert und später durch diese wohltuende Körperarbeit zu einem Gleichgewicht zurück gefunden.

Jetzt fühle ich mich wieder EINS mit mir, in Balance.

Zu diese Einheit gehört allerdings noch ein dritter Teil – die Seele. Und damit die nicht zu kurz kommt, habe ich mir in den letzten Tag angewöhnt, am Morgen und am Abend für eine kleine Mini-Seelenmediation inne zu halten und eine Art Gebet zu sprechen, mich zu verbinden mit dieser Idee einer „unsterblichen“ Seele. Das tut mir gut und „beseelt“ so das ein oder andere Erlebnis in meinem Tagesablauf regelrecht. Besonders spüre ich diese Art der Verbundenheit in der Ruhe des Abends, wenn der Tag so allmählich in die Nacht übergeht. Schön ist das, finde ich.

Richtig wohl, so gefühlsmäßig sattglücklichwohl und wonnezufrieden fühle ich mich allerdings erst, wenn meine gesamte Körper-Geist-Seele-Einheit zufrieden ist – was in meinem Fall ohne Bewegung nicht funktionieren kann.

Ich lasse mich ja nun wirklich von Herzen gerne emotional „bewegen“, berühren und auch begeistern. Körperlich aber will, muss und möchte ich mich täglich „bewegen“, in Bewegung sein und bleiben, manchmal durch Spazieren gehen, Laufen, mit den Hunden spielen, toben, Gymnastik machen oder Schwimmen, vor allem aber durch Tanzen, denn Tanz ist für mich die beseelteste Form von Bewegung, die es gibt. Mehr noch, Tanzen -auf welchem Niveau, in welcher Art auch immer-, ist Leben, ist Rhythmus, ist eine Lebensleidenschaft.

Tanzen ist elegant-kraftvolles Schweben, Springen, Hüpfen, Schwingen, Schweben und Drehen voller Leichtigkeit zwischen Himmel und Erde.

Darf ich bitten zum Tanze des Lebens?
Tanzt du als Single, tanzt du als Paar –
nie ist es vergebens,
nimmst du den Rhythmus des Lebens
mit all deinen Sinnen wahr.
© Helga Schäferling (*1957), deutsche Sozialpädagogin